ROTTENBURG. Nach der fünften Niederlage in Folge hält Jörg Papenheim das Saisonziel für nicht mehr erreichbar. »Das war es mit den Play-offs«, sagte der Manager von Volleyball-Bundesligist EnBW Rottenburg nach dem 2:3 gegen Königs Wusterhausen. Zwar fehlen vor dem Auswärtsspiel am Sonntag (16 Uhr) beim Tabellenvierten Moerser SC »nur« vier Punkte auf den achten Rang, der nach der Saison-Hauptrunde zur Teilnahme an der Meisterschaftsrunde berechtigt. Aber es sind auch nur noch vier Begegnungen bis zum letzten Spieltag zu absolvieren - die Chancen auf ein Happy End sind also sehr gering.
Aus finanziellen Gründen wäre natürlich die Zugabe in Form eines Play-off-Heimspiels willkommen. »Aber unser Etat steht und fällt auch nicht mit dieser Partie«, erklärte Philipp Vollmer vom TVR-Management. Ganz im Sinne des Vereins wäre es, wenn auch noch im März Erstliga-Begegnungen geboten werden könnten, um »das Volleyball noch länger präsent zu halten«. Auf Grund des Olympia-Qualifikations-Turniers der deutschen Auswahl endet die Bundesliga-Hauptrunde dieses Jahr bereits Ende Februar. Anfang der Woche hat das Trainer-Team die Rottenburger Defizite im mentalen Bereich und in puncto Konstanz noch einmal gegenüber der Mannschaft angesprochen. Vollmer: »Das bleibt ein Thema.« Vor allem auswärts konnten die Spieler bisher ihre Leistung kaum einmal abrufen.
Hinspiel-Auftritt macht Mut
An das Hinspiel gegen Moers denken die Rottenburger, bei denen Thomas Ranner (Patellasehnenriss) inzwischen operiert worden ist, ungern zurück. Damals verlor der TVR nach einer 2:0-Führung noch mit 2:3. »Das war eine sehr bittere Niederlage« blickt Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger zurück, »wir möchten uns dafür revanchieren.« Ihr Hinspiel-Auftritt macht den Neckarstädtern Mut. Papenheim: »Wir haben damals über weite Strecken gezeigt, dass wir sie auch schlagen können. Ich rechne mir also durchaus etwas aus.« (eye)