Rottenburg - Haching 1:3 - Nur ein guter Satz reicht gegen den hoch gehandelten Aufsteiger nicht. Müller-Angstenberger wünscht sich für 2018 weniger Verletzungssorgen

Mutmacher für das neue Jahr

VON DENIS RAISER

TÜBINGEN. Mangelnde Einsatzbereitschaft kann man den Volleyballern des TV Rottenburg nicht wirklich vorwerfen. Die Schützlinge von Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger gaben keinen Ball verloren, feuerten sich immer wieder lautstark an, doch die Punkte ließen sie gestern Abend im letzten Heimspiel des Jahres gegen die Hypo Tirol Alpenvolleys wieder einmal liegen.

Friederich Nagel vermisst noch die Konstanz im Spiel des TVR. FOTO: LANGER
Friederich Nagel vermisst noch die Konstanz im Spiel des TVR. FOTO: LANGER
Rottenburg verlor gegen den hoch gehandelten Bundesliga-Rückkehrer 1:3 (15:25, 19:25, 25:21, 17:25) und steht nach acht Spielen bei einem Sieg mit nur vier Punkten weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz.

»Ich kann meinen Jungs eigentlich keinen Vorwurf machen, außer, dass wir im vierten Satz zu schnell einem Rückstand hinterhergelaufen sind«, sagte Müller-Angstenberger. Die Anfangsphase hielt der TVR-Trainer seinen Spielern dagegen nicht vor, obwohl diese die rund 2 200 Zuschauer in der Tübinger Paul-Horn-Arena schon nach wenigen Sekunden in eine Schockstarre versetzte, flogen den Rottenburgern die Angriffsbälle der Hachinger doch nur so um die Ohren. Nach dem 0:4 sah sich Müller-Angstenberger schon gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen. Doch es ging erst einmal genauso weiter, weshalb der TVR-Trainer beim Stand von 0:6 bereits das zweite Mal seine Spieler vom Feld holte.

Wie das passieren konnte? Darauf hatte Mittelblocker Friederich Nagel kurz nach Spielschluss keine Antwort parat. »Aber wir müssen dringend daran arbeiten, dass wir nicht mehr die ersten beiden Sätze verpennen.« Denn auch im zweiten Durchgang sahen die Rottenburger kaum Land gegen die Angriffswucht der Gäste.

»Die Führungsspieler haben uns dann klargemacht, dass wir endlich unsere Ärsche hochkriegen müssen«, berichtete Nagel von einer heißen Kabinenansprache. Und siehe da, es zeigte Wirkung. Auf einmal spielte der TVR wie im Rausch und auch das »Tollhaus der Liga« gab nun sein Bestes. »Wir haben tollen Charakter bewiesen«, zollte denn auch Trainer Müller-Angstenberger seinen Respekt vor der Energieleistung, die auf eine Wende im Duell gegen den mit internationalen Top-Spielern besetzten Champions-League-Teilnehmer hoffen ließ.

Grozer fällt vorerst aus

Doch diese Hoffnung war im dritten Satz schnell verraucht. Der Rückstand wuchs rapide an. Nagel hatte auch keine Antwort, wie man so den Faden verlieren konnte. Müller-Angstenberger hatte eine Erklärung: Mit Tim Grozer fiel ein wichtiger Außenangreifer wegen einer Bandscheibenvorwölbung aus, einer Nachwirkung eines Hexenschusses, den er vor dem vergangenen Spiel gegen Düren erlitten hatte. Noch ist unklar, wann der 19-Jährige wieder spielen kann. Mit dem unerfahrenen Reutlinger Johannes Schief (20) und dem jüngsten Zugang Timon Schippmann bei seinem Debüt für den TVR fehlte laut Müller-Angstenberger »die Selbstverständlichkeit« im Spiel.

Der Trainer ist trotz des Seuchenjahrs 2017 optimistisch. »Die Spiele gegen Düren und Haching machen uns Mut«, sagt er, »und in Sachen Verletzung muss es im kommenden Jahr jetzt einfach besser werden«. (GEA)



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