Rottenburg - Düren 1:3 - TV Rottenburg hat den Favorit am Rande einer Niederlage, bleibt jedoch abermals ohne Punkte

Große Enttäuschung

VON JAKOB DE SANTIS

TÜBINGEN. Die Leistung stimmte, spielerisch sowie kämpferisch. Doch so richtig konnten sich die Rottenburger Bundesliga-Volleyballer nicht darüber freuen. Denn beim engen 1:3 (16:25, 25:21, 13:25, 24:26) gegen die SWD powervolleys Düren fehlten, wie so oft in dieser Saison, die Punkte. »Die Enttäuschung überwiegt«, meinte ein niedergeschlagener TVR-Coach Hans Peter Müller-Angstenberger. »Wir wollten hier unbedingt etwas Zählbares mitnehmen.«

Der TV Rottenburg, der unter der Woche einige Angeschlagene zu beklagen hatte, sodass ein gutes Training schwer möglich war, startete verhalten in die Partie. Die Gäste aus Düren waren von Anfang an immer einen Schritt voraus. Angeführt vom starken Mittelblocker Tim Broshog bauten die Gäste die Führung Punkt für Punkt aus. »Im ersten Satz haben wir nicht das gespielt, was wir wollten«, haderte TVR-Zuspieler Federico Cipollone. Der erste Satz ging klar an Düren. Im zweiten Durchgang dann ein komplett anderes Bild. Die Rottenburger agierten mutiger, brachten nun öfter ihre Angriffe durch.

»Das ist echt bitter. Die Enttäuschung ist schwer in Worte zu fassen«
 
Und so konnte man den Spielstand ausgeglichen gestalten. Gegen Ende des Satzes halfen einige bärenstarke Aufschläge von Youngster Tim Grozer, der sich unter der Woche einen schmerzhaften Hexenschuss zugezogen hatte, um sich etwas abzusetzen. Kapitän Idner Martins ging spielerisch und emotional voran, unter anderem mit einem Block zum 23:20. Unter großem Jubel der 1 600 Fans in der Tübinger Paul-Horn-Arena brachte Diagonalangreifer Ferenc Németh, der am Ende zum wertvollsten Spieler des TVR gewählt wurde, seinen Angriff zum 25:21 durch. Der Satzausgleich war geschafft.

Doch nach dem erneuten Seitenwechsel schaltete Düren einen Gang höher. Vor allem Nationalspieler Michael Andrei konnte dem Spiel nun seinen Stempel aufdrücken, er glänzte mit einigen starken Aktionen. Den Rottenburgern gelang in dieser Phase nicht viel. Früh war klar, dass es in diesem Satz für den TVR nicht viel zu holen geben würde. Der vierte Durchgang hatte abermals eine Wendung im Spiel parat. Angepeitscht vom lautstarken Publikum legten die Rottenburger einen Raketenstart hin, zwangen den Dürener Coach beim 4:0 zur Auszeit. Doch die Gäste kamen zurück, es entwickelte sich ein enger und umkämpfter Satz. Am Ende reichte für stark aufspielende Rottenburger selbst ein abgewehrter Matchball nicht, die Punkte gingen nach Düren. »Man sieht, dass wir es wollen. Wir müssen einfach weiter an uns glauben«, blickte Cipollone nach vorne. Vielleicht stimmt dann ja auch wieder der Ertrag, nicht nur die Leistung. (GEA)



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