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Reiten - Ulrich Möck gewinnt in Würtingen M*-Springen. Nur die Lokalmatadorin ist im Abschluss-Springen schneller

Susanne Schmidt stark im Stechen

VON HELENA RÖSSLE

WÜRTINGEN. Vor sieben Wochen kam ihre kleine Tochter Malin-Sofie zur Welt, seit der Geburt hat Susanne Schmidt keine fünf Mal trainiert, am Sonntag siegte sie aber mit ihrer Stute Holiday im Stechen des M*-Springens in Würtingen. »Ich hätte nie gedacht, dass ich das gewinnen werde«, strahlte die Siegerin vom gastgebenden Verein. Sie hat ihr Pferd schon seit fünf Jahren. Damals galt Holiday als unreitbar.

Doch Susanne Schmidt hat sich erfolgreich durchgebissen und war letztes Jahr bis zur Klasse S platziert. »Sie ist immer noch ein sehr hibbeliges Pferd und es ist schwierig, ihr Temperament in den Griff zu bekommen - aber ich mag das«, erzählte sie. »In der Prüfung wollte ich schon schnell sein, aber ein bisschen mehr Kontrolle über die Geschwindigkeit wäre auch gut gewesen«, sagte die Amazone nach ihrem fehlerfreien Ritt in 36,92 Sekunden. Außer ihr kam nur Ulrich Möck von der Pulvermühle Dußlingen ohne Abwurf über die Hindernisse, doch benötigte er mit seinem achtjährigen Wallach Calvin für den 260 Meter langen Stechparcours 39,26 Sekunden - damit konnte der Zweitplatzierte Schmidt nicht gefährden. Am Samstag aber war ihm im M*-Springen ein Sieg gelungen, diesmal im Sattel von Riberio.

»Beide Pferde sind super in Form, sie laufen schon das ganze Jahr beständig - ich bin sehr zufrieden«, sagte Möck, der im Alter von elf Jahren im Würtinger Stall das Reiten gelernt hat und sich dort jedes Jahr wieder heimisch fühlt. Dritter im Abschluss-Springen wurde der Pfullinger Stefan Tröster. Doch nicht nur Susanne Schmidt konnte sich freuen: Ihr Mann, der Springreiter Tim Hendrik Schmidt, führt nach der zweiten Station die M-Kreismeisterschafts-Wertung zusammen mit dem Trochtelfinger Rainer Mader an.

Am Samstag regnete es wie aus Kübeln, als die M*-Prüfung lief. »Vor lauter Regen hab' ich dann erst bei der Platzierung mitbekommen, dass ich gewonnen hatte«, erzählte Möck. Auf den zweiten Rang schaffte es hier Franziska Globuschütz auf Ashley. »Wenn man beim Abreiten schon klatschnass ist, dann macht der Regen im Parcours nichts mehr aus. Es hat also alles funktioniert«, schilderte die Mössingerin. Dritter wurde Leopold Glatz vom Reitclub Winterlingen, der außerdem das L-Springen gewann. Auch in der leichten Klasse ist die Spannung groß: Mader und der unverwüstliche Dietmar Näher liegen in der Meisterschaft gemeinsam auf Rang eins.

Der Regenguss am Samstagnachmittag blieb die Ausnahme, auch die Zuschauer erschienen am Wochenende zahlreich. Turnierleiter Klaus-Peter Kaiser zog ein rundum positives Fazit. »Es war ein traumhaftes Turnier, wir haben einen super Sport gesehen und können wirklich glücklich sein. Auch darüber, dass sich niemand verletzt hat«, sagte er und lud dabei die Hindernisstangen auf. Falls der Klub einen Hauptsponsor findet, soll es nach Aussage von Kai Preißer, dem Vorsitzenden des Reit- und Fahrvereins Würtingen, künftig auch wieder ein S-Springen geben. (GEA)


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