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Poisson-Tod geklärt: Bei Sturz gegen Baum geprallt

Von Manuel Schwarz und Maximilian Haupt, dpa

Nakiska (dpa) - Mit Bestürzung und Anteilnahme hat die Ski-Welt auf den Unfalltod des Franzosen David Poisson reagiert. Der Routinier war bei einer Trainingsfahrt in Kanada gestürzt und hatte sich tödliche Verletzungen zugezogen.

Der Tod der verunglückten Skirennfahrers David Poisson hat Entsetzen im alpinen Skizirkus ausgelöst. Foto: Jean-Christophe Bott
Der Tod der verunglückten Skirennfahrers David Poisson hat Entsetzen im alpinen Skizirkus ausgelöst. Foto: Jean-Christophe Bott
«Nachrichten wie diese sind herzzerreißend und mit Worten nicht zu beschreiben», schrieb etwa Felix Neureuther bei Instagram. «Mein Beileid geht an seine Familie und seine Liebsten.» Der 35-jährige Poisson, 2013 WM-Dritter in der Abfahrt, ist der erste Weltcup-Skirennfahrer seit 16 Jahren, der auf der Piste ums Leben kam. Er hinterlässt einen eineinhalbjährigen Sohn.

Laut ersten Erkenntnissen zum Unfallhergang verlor Poisson auf seiner Fahrt einen Ski, stürzte, durchbrach Sicherheits-Fangnetze und prallte gegen einen Baum. Das gab der französische Verband am Dienstag bekannt. «Als wir eintrafen, stellten wir fest, dass er an der Unfallstelle gestorben war», berichtete ein Sprecher der Rettungskräfte in Calgary laut Nachrichtenagentur AP.

In dem kanadischen Skigebiet Nakiska, wo während der Olympischen Winterspiele 1988 die alpinen Wettbewerbe ausgetragen worden waren, bereiten sich die Franzosen zusammen mit anderen Nationen auf die ersten Speed-Rennen dieser Saison vor. Unter anderem trainierte das Schweizer Team um Abfahrts-Weltmeister Beat Feuz zum Zeitpunkt der Tragödie auf derselben Piste. Wie Swiss Ski mitteilte, mussten die Fahrer Unfall und Bergung von Poisson «aus nächster Nähe verfolgen».

Vor dem Unglück hatte es im alpinen Ski-Weltcup seit 2001 keinen tödlichen Unfall mehr gegeben. Damals war die französische Super-G-Weltmeisterin Regine Cavagnoud im Training auf dem Pitztaler Gletscher mit dem deutschen Coach Markus Anwander zusammengeprallt. Die 31-jährige Französin erlag zwei Tage später den Kopfverletzungen. 1994 war die Österreicherin Ulrike Maier in Garmisch-Partenkirchen bei der Abfahrt nach der Kollision mit einem Holzpflock gestorben.

Poissons Ski-Kollegen waren geschockt von den Nachrichten aus Kanada. «Wir werden Dich immer in unserem Herzen behalten mein Freund», schrieb Neureuther bei Facebook. «Das ist verheerend», twitterte US-Star Lindsey Vonn. «RIP David... Dein Lächeln wird uns fehlen», schrieb die Schweizerin Lara Gut. Der fünfmalige Weltmeister Ted Ligety aus den USA gab sich «tief schockiert und traurig». Auch andere Sportler sowie Organisationen wie der Deutsche Skiverband und der Weltverband FIS bekundeten ihr Mitgefühl und ihre Trauer.

Poisson hatte 2013 in Schladming WM-Bronze in der Abfahrt gewonnen. Im Dezember 2015 schaffte er es als Abfahrts-Dritter in Santa Caterina im Weltcup das einzige Mal auf das Podest. Nur zwei Wochen vor dem Unfall in Kanada war Poissons Vater an Krebs gestorben.

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