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Leichtathletik - Bürgermeister Robert Hahn bei den Siegerehrungen. Holzmann und Strzezik schnellste Reutlinger

Kuhnert und Stützel souverän vorn

VON ROLF STEINCKE

REUTLINGEN. Es hat sich auch bei der 22. Auflage des Altstadtlaufs in Reutlingen herausgestellt: Die Nachmelder sind das Salz in der Suppe. Nicht nur, dass es noch einmal rund 100 waren, die das gut besetzte Läuferfeld auf 623 Finisher – 471 Männer und 152 Frauen – im Hauptlauf vergrößerten, sondern auch noch für eine zusätzliche sportliche Aufwertung sorgten. So waren nach einem knackigen Rennen – selbst das Wetter trug mit zu den idealen Bedingungen bei – auch an der Spitze im Vergleich zu den Vorjahren neue Namen zu finden.

Zu den drei prominentesten Nachmeldern zählten Simon Stützel (ART Düsseldorf), deutscher Vizemeister über 10 000 Meter und DM-Dritter über 5 000 Meter, Timo Göhler von der LAV Stadtwerke Tübingen und Peter Keinath vom SV Ohmenhausen. Alle drei Vorzeigeläufer starteten jedoch nicht für ihre Vereine, sondern in der Firmenwertung. Und das Trio lief genau in der Formation, wie es sich angemeldet hatte, nach zackigen vier Runden durch die Reutlinger Altstadt ins Ziel. Stützel, der für das Schubert & Riepl Running-Team startete, übernahm dabei giftig sofort vom Start weg die Spitze und lief schon in der ersten Runde einen gehörigen Vorsprung vor seinen Mitstreitern heraus.

Streckenrekord verpasst

Nach dem Wettkampf bekannte er denn auch: »Ich wollte heute den Streckenrekord brechen und hatte die erste Runde mit 2,5 Kilometer in 7:40 Minuten absolviert. Aber dann lief ich auf das Ende des Feldes auf, das Überrunden mit Zickzacklaufen begann und ich verlor Zeit.« So siegte er in guten 31:18 Minuten zwar souverän, aber den Streckenrekord von 30:48 Minuten aus dem ersten Lauf im Jahr 1993 konnte er nicht knacken.

Sein Verfolger war Timo Göhler, für den Tübinger Laufladen startend, der in 32:57 Minuten als Zweiter einlief und »sich mit seiner Leistung zufrieden zeigte«. Die Laufsaison in den USA, wo er noch bis vor zwei Wochen wegen seines Studiums war, sei bereits zu Ende, sodass er sich nicht mehr im Training befinde. Göhler: »Aber ich wollte trotzdem die Gelegenheit nutzen, einmal beim Reutlinger Altstadtlauf mitzumischen.«

Der drittplatzierte Peter Keinath vom SV Ohmenhausen, er startete dieses Mal aber für Runners Point, lief in 33:08 Minuten ein und lobte nach dem Wettkampf freudestrahlend vor allem die Zuschauer: »Der Beifall pusht. Das war heute meine Premiere beim Altstadtlauf – und ich komme wieder, das hat mir gefallen.« Bei den Frauen war es die Triathletin Stefanie Kuhnert vom VfL Pfullingen, startend in der Firmenwertung für Wafios, die in 38:22 Minuten 13 Sekunden vor Michaela Weiß (Tusem Essen) als Erste ins Ziel lief. »Nach einer Trainingspause habe ich im vergangenen Herbst wieder zu trainieren begonnen. Inzwischen habe ich schon einen Mitteldistanz-Triathlon absolviert und freue mich heute sehr über den Sieg«, bekannte Stefanie Kuhnert.

Als Dritte kam bereits Pamela Veith vom TSV Kusterdingen ins Ziel. Die deutsche Meisterin im 100-Kilometer-Straßenlauf überzeugte mit 40:39 Minuten. »Als Langstreckenläuferin muss man auch mal kürzere Strecken laufen«, meinte sie lachend, »sonst fällt man in einen Schlappschritt.« Auch sie startete in der Firmenwertung – und zwar für easy sports.

Unterdessen zeichnete Bürgermeister Robert Hahn die schnellsten Reutlinger aus. Einen Pokal überreichte er Silke Holzmann vom SV Ohmenhausen. Ihre Laufzeit betrug 41:38 Minuten, damit belegte sie in ihrer Altersklasse W 45 den ersten Platz. Den zweiten Pokal bekam Bartholomäus Strzezik (MaxBoxGym Reutlingen/35:46 Minuten). In der Firmenwertung hatte das Schubert & Riepl Running-Team unter insgesamt 89 Bewerbern die Nase vorn vor Runners Point. In der Mannschaftswertung siegte unter 20 Teams der TSV Glems vor der LG Steinlach. (GEA)



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