06.02.2010 - 04:10 Uhr
Triathlon - Kirchentellinsfurter Profi Michael Göhner startet am Dienstag ins Rad-Trainingslager nach Lanzarote
Hawaii ist gestrichen
VON FRANK WILD
REUTLINGEN. Die Nachricht sitzt: Triathlet Michael Göhner wird nicht an der Ironman-WM im Oktober teilnehmen. Er will im Vorfeld auch nicht einmal versuchen, sich über eines der zahlreichen Langdistanz-Rennen (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42 km Laufen) für die diesjährigen Titelkämpfe auf Hawaii zu qualifizieren. Das hat der 29-Jährige kurz vor seiner Abreise ins Rad-Trainingslager nach Lanzarote erklärt.
Göhner will sich in diesem Jahr voll auf die Titelverteidigung in Roth konzentrieren. Zudem hat er vor, seinem geschundenen Körper nach vier strapaziösen Jahren als Profi mal wieder ein wenig Erholung zu gönnen und »ein bisschen an meinen Schwachpunkten zu arbeiten«, so der ausgezeichnete Läufer. Die Schwimmleistung hat er in der Vergangenheit zwar kontinuierlich verbessert, um auf Hawaii gegen die Besten der Besten bestehen zu können, reicht es aber noch nicht. Zudem sind Göhner und die Südsee-Insel seit seinem M 18 - 24-Altersklassen-Weltmeistertitel 2004 keine richtigen Freunde mehr geworden.
Die Profi-Platzierungen bei der WM führt er auf seiner Homepage nicht mehr unter der Rubrik »Erfolge«. »Die letzten beiden Jahre waren ja auch nicht gerade von Erfolg gekrönt«, erklärt der gelernte Bankkaufmann. 2008 musste er wegen einer Nagelbett-Entzündung aus dem Ironman-Qualifier sechs Wochen zuvor in Louisville/Kentucky aufgeben. 2009 beendete er das Rennen wegen Hüftschmerzen - verursacht durch einen Radunfall wenige Tage zuvor - nicht.
Drei Rennen der Challenge-Serie
Heuer will sich der Ausdauer-Dreikämpfer von der TSG Reutlingen mehr auf den deutschsprachigen Raum konzentrieren. Drei Rennen der Challenge-Serie (Kraichgau am 6. Juni, Roth am 18. Juli und Walchsee/Österreich am 5. September) stehen auf dem Programm. »Hawaii ist zwar das wichtigste Rennen in meiner Sportart, die Titelverteidigung in Roth steht für mich in diesem Jahr aber an vorderster Stelle«, erklärt der Familienvater. Zudem sei Roth für ihn »das schönste Rennen im deutschsprachigen Raum« - und der Ort seines bislang Erfolges, an dem er im Vorjahr in unter acht Stunden finishte.
Für das Jahr 2011 nimmt Göhner dann auch wieder einen Start bei der WM auf Hawaii in Angriff. Dafür qualifizieren will er sich - dann hoffentlich gut erholt vom Rennen in Roth - am 21. November beim Ironman in Arizona. (GEA)
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