Reiten - Schlechtes Wetter hält zahlreiche Reiter vom Start in Trochtelfingen ab. Routiniers an der Spitze
Bitzer lacht, die Sonne nicht
Von Elisabeth Weidling
TROCHTELFINGEN. »Wir haben das schlechteste Wetter seit zehn Jahren«, erklärte der Leiter des 26. Trochtelfinger Reitturniers, Rainer Mader, zum Abschluss der dreitägigen Veranstaltung am Sonntag. Von Freitag auf Samstag hatte es kräftig geregnet. Das führte dazu, dass von den über 60 gemeldeten Reitern zum M*-Springen am Samstag die Hälfte nicht antrat. Glück im Unglück für den Veranstalter: Der Reit- und Fahrverein Trochtelfingen hatte im Vorfeld zwei Maßnahmen getroffen, die die Lage etwas entschärften.
Feierte in Trochtelfingen zwei M*-Siege: Der Mössinger Timo Bitzer. GEA-FOTO: PACHER
FOTO: Uschi Pacher
Zum einen hatte der Gastgeber den Rasen des Spring-Platzes mit Sand gefestigt. Zum anderen war unter einen Teil des Dressur-Vierecks Fleece gelegt worden: Die Prüfungen der Hufschlagakrobaten wurden am Sonntag auf diesen Abschnitt verlegt, wenngleich er etwas schmaler war. Somit konnte das Turnier trotz Regens »unfallfrei und reitbar« weitergehen, zeigte sich die Trochtelfingerin Kathrin Völker erleichtert. Nach einer Babypause zurück im Turniersport, verpasste die Amazone knapp eine Platzierung im M*-Springen mit Siegerrunde (Platz sechs). Die Bedingungen hätten sich gegenüber dem Vortag deutlich gebessert, fand Völker. Dennoch - es nahmen weniger Paare teil als gedacht. 26 starteten, das war wie am Vortag nur die Hälfte der Genannten.
Routinierte Reiter wie Timo Bitzer (Mössingen), Leopold Glatz (Winterlingen) und Christian Kuhn (Ehestetten) sahnten in den Abteilungen der beiden M*-Springen jeweils die ersten Plätze ab. Weniger erfahrene Starter taten sich mit den Bodenverhältnissen schwerer. »Für mich ist es sehr gut gelaufen«, freute sich Bitzer, der mit zwei Achtjährigen und einem 15-Jährigen angereist war. Null Strafpunkte im Finale schaffte außer Bitzer und Glatz keiner. Eine Besonderheit gelang Christian Kuhn. Er holte mit dem Pferd seines Sohnes Benjamin, der ebenfalls am Turnier teilnahm, in der M*-Prüfung am Samstag den Sieg. Mit seinen eigenen Vierbeinern sicherte sich der ehemalige Stuttgarter Hallenchampion die Plätze zwei und drei.
Vorne dabei im M-Springen waren auch Sylvia Blum (Riedlingen/Zweite), Franziska Globuschütz (Mössingen/Dritte) und Marcus Rieger (Reutlingen/Dritter). Lokalmatador Hendrik Mader, der Neffe des Turnierleiters, war in der Abschluss-Prüfung auf Ciabatta platziert (Platz fünf). Ganz im Glück war Turnierchef Rainer Mader über das Abschneiden seiner Tochter Nele. »Sie war die erfolgreichste jüngste Teilnehmerin«, sagte er. Die Zehnjährige erreichte mehrere Platzierungen, darunter im L-Glücksspringen den zweiten Platz.
In der M*-Dressur kamen die in der Kreismeisterschaft auf Medaillen-Kurs liegenden Amazonen nicht ganz nach vorn. Verena Schnierle (Münsingen/Siebte) und Alexandra Schaal (Wannweil/Zehnte) durften sich auf der Anlage »Am Hennenstein« aber immerhin über eine Platzierung freuen. Den Sieg sicherte sich die Reutlingerin Linda Velz vor Jan Steinborn (Raidwangen) und der Effringerin Bea-Lara Simmendinger. (GEA)