Motorsport
Motorsport - Totaler französischer Triumph beim Stuttgarter Supercross. Längere Rennen zeigen Wirkung

Soubeyras »ganz schön platt« nach der Gala

VON FRANK PLEYER

STUTTGART. Einst dominierten die Boys aus Übersee das Stuttgarter ADAC-Supercross. Doch der Doppelsieg des Franzosen Gregory Aranda, der 2014 und 2015 gewann, deutete bereits an, dass sich die Gewichte auf der Rennstrecke nach Mitteleuropa verschoben haben. Zwar jubelte im Vorjahr mit Nicholas Schmidt noch einmal ein Amerikaner, doch nun schlug das Pendel erneut nach Frankreich aus. Und wie! Cedric Soubeyras dominierte in der Schleyerhalle nach Belieben.

Der 28-Jährige gewann an beiden Tagen das Finale und als Zugabe auch noch die neu geschaffenen Bar2Bar-Duellen, in denen jeweils nur zwei Fahrer auf 450 Metern um den Sieg kämpfen. »Die Rennen waren sehr hart, jetzt bin ich ganz schön platt«, sagte der Suzuki-Profi aus Avignon, neben dem auf dem Podest zwei weitere Landsmänner standen. In der Gesamtwertung nahmen Thomas Ramette und Fabien Izoird die Ränge zwei und drei ein und komplettierten damit den totalen französischen Triumph in der schwäbischen Landesmetropole. Bester Deutscher war Dominique Thury aus dem Erzgebirge als Gesamt-Siebter, der sich »mehr erhofft« hatte. In der SX2-Klasse setzte sich der Brite Dylan Walsh (Husqvarna) durch, der Sieger der ältesten Nachwuchsklasse (SX3) kam mit Paul Bloy aus Biberach. Bester der Nachwuchstalente des 1. RMC Reutlingen in Stuttgart war der Bad Uracher Alexander Hail, der Dritter der SX4-Klasse wurde. Mit Michael Saur stellte der RMC erneut den Rennleiter sowie mit Dennis Garhammer den Freestyle-Organisator.

Neben den Bar2Bar-Rennen wartete das Programm mit weiteren Neuerungen auf. So gab es durch eine Modus-Änderung weniger, aber dafür längere Rennen. »Gegenüber den früheren Hoffnungsläufen ist das Ganze nun übersichtlicher«, urteilte Reimund Elbe, Pressesprecher des veranstaltenden ADAC Württemberg. »Auch die Live-Rockmusik beim Opening ist ein ganz neues Element und definitiv ein Gewinn.« Ebenfalls effektvoll: Bei der Eröffnung wurde ein Motorrad zu Feuerstößen von oben herabgelassen. Show-Spezialisten sind die Freestyler. Mit bis zu 20 Meter weiten Sprüngen unter dem Hallendach verblüfften und begeisterten sie auch diesmal die Zuschauer. Die 35. Stuttgarter Supercross-Veranstaltung lockte insgesamt 15 000 Zuschauer an. (GEA)

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