TuS Metzingen
Frauenhandball - Metzingens Coach Hamann-Boeriths mit großem Respekt vor Dortmund. Ungarin am Meniskus verletzt

TuS Metzingen-Spielerin Korsos muss wieder unters Messer

VON FRANK PLEYER

METZINGEN. Da hatte sie gerade erst eine schwere Verletzung auskuriert, nun muss Dorina Korsos bereits den nächsten Rückschlag einstecken. Der Neuzugang der Metzinger Bundesliga-Handballerinnen wird an diesem Mittwoch operiert. Der Meniskus muss genäht werden. »Ich werde drei bis vier Monate ausfallen. Wenn alles gut geht, kann ich anschließend noch die letzten drei Monate der Saison spielen«, erklärte die 22-Jährige am Dienstag mit gefasster Stimme.

Muss schon die zweite schwere Verletzung in diesem Jahr wegstecken: TuS-Neuzugang Dorina Korsos    (beim Wurf) fällt  drei bis vier Monate aus.
Muss schon die zweite schwere Verletzung in diesem Jahr wegstecken: TuS-Neuzugang Dorina Korsos (beim Wurf) fällt drei bis vier Monate aus. FOTO: Eibner
Der Meniskus war nach ihrer Aussage allem Anschein nach schon zu Jahresbeginn, als sich die Ungarin einen Kreuzbandriss zuzog, in Mitleidenschaft gezogen worden. In der Rehabilitation war davon nichts zu merken. Dann aber machte die Linksaußen einen Sprungwurf, der Folgen hatte. »Bei der Landung hatte ich das Gefühl, das Knie kippt weg«, schilderte Korsos die unglückliche Szene.

»Bei der Landung nach dem Wurf hatte ich das Gefühl, das Knie kippt weg«
 

Im Juli war die Blondine, die 2014/15 als beste Abwehrspielerin der Champions-League-Saison ausgezeichnet worden war, vom ungarischen Spitzenclub Györ ETO auf Leihbasis für zwei Jahre zur TuS gewechselt. Ihr Bundesliga-Debüt muss nun weiter warten. Zuletzt hatte die Rechtshänderin nach der langen Verletzungspause, die auf den Kreuzbandriss folgte, im Metzinger Drittliga-Team Spielpraxis gesammelt. Drei Partien bestritt Korsos, ehe sie von ihrem Körper erneut ausgebremst wurde. Jetzt muss der Pechvogel die nächste lange Zwangsause wegstecken. Keine einfache Situation, wie Metzingens Trainer René Hamann-Boeriths aus eigener Erfahrung weiß. »Das ist für einen Sportler das Schlimmste, wenn man glaubt, es geht wieder gut und dann kommt der nächste Schlag«, sagte der Coach. Er sei aber überzeugt, dass Dorina wieder auf das Spielfeld zurückkehren werde: »Sie will so gerne spielen und arbeitet hart dafür.«

Hart arbeitet auch sein Team, um in der Bundesliga-Tabelle an den noch verlustpunktfreien Teams Bietigheim, Thüringer HC und Buxtehude dran zu bleiben. Der Vorstoß ins Pokal-Viertelfinale bei Titelverteidiger Buxtehude (26:25) gibt Rückenwind. »Daran sieht man, wie viel in dieser Mannschaft steckt«, sagte Hamann-Boeriths nicht ohne Stolz vor der Bundesliga-Partie an diesem Mittwoch (19.30 Uhr, Öschhalle) gegen den Tabellenfünften Borussia Dortmund, der lediglich einen Punkt weniger auf dem Konto hat als die »TusSies«.

Zuletzt machten die Westfälinnen im Pokal-Achtelfinale Tabellenführer SG BBM Bietigheim das Siegen (25:29) sehr schwer. In der 54. Minute lag der BVB nur mit einem Tor zurück. Wie stark die Gäste besetzt sind, lässt sich auch daraus ersehen, dass mit Clara Woltering, Svenja Huber, Stella Kramer, Nadja Mansson und Anne Müller fünf Dortmunderinnen im vorläufigen deutschen WM-Kader stehen.

»Wir haben sehr großen Respekt vor ihnen, aber nicht zu viel. Wir spielen unser Spiel«, erklärte Hamann-Boeriths, der nach eigener Aussage zahlreiche Dortmunder Begegnungen analysiert hat. Und fügte selbstbewusst hinzu: »Wir sind sehr gut vorbereitet.« Stina Karlsson, der Wochen lang Knie-Probleme zu schaffen gemacht haben, wird erstmals in dieser Saison im Kader stehen. (GEA)

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