TuS Metzingen
Handball - Meisterschaft könnte zum Zweikampf Metzingen - Thüringen werden. WM-Spiel hatte weniger Zuschauer

Attraktiver als das Nationalteam

VON FRANK PLEYER

METZINGEN. Im Vorjahr hat der Rekord-Versuch geklappt, in diesem Jahr brauchen die Metzinger Handballerinnen an diesem Samstag noch einen Ansturm der Fans an der Abendkasse, damit die bisherige Zuschauer-Bestmarke (6 157) geknackt werden kann. Bis Freitagnachmittag waren 5 250 Tickets verkauft. Und wenn aus dem Rekord nichts werden sollte? »Dann wäre ich überhaupt nicht enttäuscht. Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hatte bei der WM im Achtelfinale 4 100 Zuschauer. Und wir liegen mit unserer Bundesliga-Partie jetzt schon deutlich darüber«, betonte TuS-Geschäftsführer Ferenc Rott einen Tag vor der Großveranstaltung.

Nicht nur das Erstliga-Derby zwischen Metzingen und Frisch Auf Göppingen (20 Uhr) steht in der Stuttgarter Porsche-Arena auf dem Spielplan. Zuvor um 17.30 Uhr steigt die Zweitliga-Partie VfL Waiblingen - HCD Gröbenzell. Auch in der zweithöchsten Spielklasse soll der dortige bisherige Besucherrekord (3 253) gebrochen werden. Bei einer Typisierungs-Aktion, die zum umfangreichen Rahmenprogramm gehört, wird nach einem passenden Stammzellenspender für den zweijährigen, an Leukämie erkrankten Joel gesucht.

Hamann-Boeriths beeindruckt

TuS-Trainer René Hamann-Boeriths erlebt erstmals eine Veranstaltung dieser Art. Der Däne ist tief beeindruckt, was der Club auf die Beine gestellt hat. »Jeder, der Handball liebt, kann es nur positiv finden, dass die TuS ein solches Event macht«, sagte der Coach.

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr gibt es zeitgleich sehr viele Konkurrenz-Veranstaltungen. So haben aus der näheren Umgebung zum Beispiel Nellingen und Bietigheim ebenfalls Erstliga-Heimspiele. Meister SG BBM Bietigheim ist einer der Clubs, der bisher wie auch Spitzenreiter Thüringer HC, die TuS und der Buxtehuder SV zu den Meisterschafts-Kandidaten gezählt wurde.

Allerdings hat Bietigheim nicht nur Verletzungsprobleme. Auch die vorläufige Suspendierung der Leistungsträgerinnen Nina und Susann Müller sorgte für Wirbel. Der unerwartete Punktverlust beim Tabellenvorletzten HSG Bensheim-Auerbach (24:24) dürfte damit zusammenhängen. Das Ergebnis war sofort nach Spiel-Ende im Metzinger Lager Gesprächsstoff. »Man verfolgt immer, was die anderen machen«, ließ TuS-Linksaußen Katharina Beddies wissen.

Es gilt, eigene Patzer zu verhindern. »Wir müssen schauen, dass wir keine Punkte liegenlassen«, sagte Torhüterin Jasmina Jankovic. Da der Thüringer HC bei Angstgegner Buxtehude, dessen WM-Spielerinnen blass blieben, souverän mit 25:21 gewann, spricht nun vieles für einen Zweikampf im Titel-Rennen zwischen der TuS und dem THC. »Bietigheim würde ich noch nicht abschreiben«, sagte Rott, den ärgert, nicht höher in Nellingen gewonnen zu haben als mit vier Treffern (35:31): »Es zählt jedes Tor.« (GEA)





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