Handball
Frauenhandball - Debüt der TuS Metzingen II mit kleinem Kader in der dritthöchsten Spielklasse. »Liga ist schwer genug«

Der Aufsteiger TuS Metzingen II peilt Platz acht an

VON FRANK PLEYER

METZINGEN. Vor drei, vier Jahren schien das Wunschziel noch in weiter Ferne zu liegen, jetzt ist es Realität: Die zweite Mannschaft der Metzinger Handballerinnen gibt am Sonntag (14.30 Uhr) im Spiel bei der TS Herzogenaurach ihr Drittliga-Debüt. Damit hat der Bundesliga-Tabellenführer den Unterbau, den ein Spitzenteam braucht. Trainerin Edina Rott, die mit der Mannschaft durch drei Aufstiege in vier Jahren den Sprung in die dritthöchste Spielklasse erst möglich gemacht hat, weiß, wie hoch die Trauben nun hängen. Weil bis zu vier Mannschaften absteigen, muss mindestens Platz acht erreicht werden, um im Abstiegskampf zu bestehen.

Die Handballerinnen der TuS Metzingen II freuen sich auf ihre erste  Drittliga-Saison. Hintere Reihe von links:   Vivien Bücs, Ramona Rott, Carla Weiß, Bianca Ionita, Alica Eiberger, Melanie Schall. Vorne von links: Betreuer Jürgen Märkle, Nina Silva da Costa, Miriam Welser ,Olga Grosz-Savanyu , Jennifer Albien, Mannschaftsführerin Alexandra Kubasta und Trainerin Edina Rott, die seit 2013 bei der zweiten Mannschaft in der Verantwortung steht. FOTO: EIBNER
Die Handballerinnen der TuS Metzingen II freuen sich auf ihre erste Drittliga-Saison. Hintere Reihe von links: Vivien Bücs, Ramona Rott, Carla Weiß, Bianca Ionita, Alica Eiberger, Melanie Schall. Vorne von links: Betreuer Jürgen Märkle, Nina Silva da Costa, Miriam Welser ,Olga Grosz-Savanyu , Jennifer Albien, Mannschaftsführerin Alexandra Kubasta und Trainerin Edina Rott, die seit 2013 bei der zweiten Mannschaft in der Verantwortung steht. FOTO: EIBNER
»Für uns geht es nur um den Klassenerhalt. Die Liga ist schwer genug. Zudem haben wir wie letzte Saison einen kleinen Kader«, stellt die Meister-Macherin fest. Das kleine Aufgebot ist noch dadurch reduziert, dass Melanie Schall, die am Kreis oder auf Halblinks spielen kann, nach einem Kreuzbandriss frühestens im Dezember wieder mit von der Partie sein wird. Außer den beiden Torhüterinnen Carla Weiß und Bianca Ionita hatte Rott zuletzt nur neun Feldspielerinnen im Training. Erstaunlich genug, sollte man doch annehmen, dass es in der 3. Liga kein Problem sein dürfte, ambitionierte junge oder erfahrene Spielerinnen zu bekommen. Stattdessen blieben bei der TuS II die Neuzugänge Mangelware. Neben Ionita (VfL Waiblingen) stießen lediglich Rechtsaußen Silva da Costa (SG Ober/Unterhausen) sowie die Ungarin Vivien Bücs zum Team. Zu Bücs hatte es im Vorjahr bereits Kontakt gegeben. Nun landete die Rückraumspielerin im zweiten Anlauf in Metzingen.

»Es ist eine schwierige Situation. Wir dachten, die 3. Liga mit Verbindung zur ersten Mannschaft wäre attraktiv für Spielerinnen, haben aber fast keine gefunden«, beschreibt Rott das Problem. Da trifft es sich gut, dass Akteurinnen bis 23 Jahre aus dem Bundesliga-Aufgebot in der »Zweiten« aushelfen dürfen. Damit könnten die Erstliga-Spielerinnen Monika Kobylinska, Delaila Amega, Annika Ingenpaß, Kelly Vollebregt, Stina Karlsson oder Dorina Korsos von Fall zu Fall in der Drittliga-Truppe aushelfen. Im Vorjahr hat Rott mit solcher Unterstützung gute Erfahrungen gemacht. »Es hat sehr gut geklappt. Delaila und Annika haben von der Spielpraxis profitiert, als sie in der ersten Mannschaft gebraucht wurden», blickt die Trainerin zurück.

Neuer Kapitän ist die langjährige Erstliga-Akteurin Alexandra Kubasta, die im Vorjahr zur TuS II stieß und mit ihren Toren gleich zur Leistungsträgerin wurde. »Wir müssen uns auf die 3. Liga einstellen. Je schneller wir das schaffen und Punkte holen, umso besser«, sagt die 31-Jährige. Die Linkshänderin hofft, dass das junge Team (der Altersdurchschnitt beträgt 24 Jahre) bei Zuschauern und Sponsoren die entsprechende Resonanz auf die Erfolge der vergangenen Jahre findet. Der »Zweiten« muss es nach Aussage von Geschäftsführer Ferenc Rott mittelfristig gelingen, sich wirtschaftlich dauerhaft auf eigene Beine zu stellen. (GEA)

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