Weibern - Metzingen 26:29 - TuS-Frauen trumpfen mit Mini-Kader auf. Endlich mal nicht den Beginn verschlafen
»Super gekämpft«
WEIBERN. Mit einem Mini-Kader haben die Metzinger Zweitliga-Handballerinnen den Tabellendritten TuS Weibern überrascht und zugleich den ersten Auswärtssieg seit Dezember geschafft: Das 29:26 (14:16) ließ Spielertrainerin Edina Rott aufatmen. »Ich bin wirklich froh und glücklich, dass wir diese zwei Punkte geholt haben. Jetzt haben wir keine Gefahr mehr nach hinten«, meinte sie mit Blick auf die Tabelle, wo ihr Team nun sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz hat. Bei nur noch drei ausstehenden Spielen und einem beruhigenden Torverhältnis bedeutet dies definitiv den Klassenerhalt.
Jetzt ist eventuell sogar noch nach oben etwas drin. »Bei entsprechenden Ergebnissen der Konkurrenz ist der fünfte Platz in Reichweite«, sagt Rott, deren Klub den siebten Rang einnimmt.
Beim Eifel-Klub Weibern trat die TuS mit dem letzten Aufgebot an. Da Christiane Haas krank ausfiel, hatte die TuS gerade mal noch drei Feldspielerinnen auf der Bank sitzen. Das Häuflein Aufrechter nahm aber sein Herz in beide Hände und war ein Musterbeispiel für Siegeswillen, Einstellung und Einsatzfreude. »Alle haben super gekämpft«, lobte Rott, deren Mannschaft endlich einmal von Beginn an hellwach war und so nach 20 Minuten mit 10:6 führte. Da stand die Deckung wie eine Eins, ehe dann zum Ende der ersten Halbzeit und kurz nach dem Seitenwechsel das Team in ein Loch fiel.
Aus der Vier-Tore-Führung wurde ein Fünf-Treffer-Rückstand (15:20/36.). Das warf die Metzingerinnen aber nicht aus der Bahn. Die Verteidigung riss sich am Riemen, innerhalb von nur acht Minuten schafften die Gäste den Ausgleich (21:21) und hatten auch nach dem 24:24 (53.) in einem Kampf-Spiel die besseren Antworten parat. Ab dem 26:25 warfen die wieder erstarkten Annika Schmid und Patricia Stefani die TuS mit 28:25 in Front (59.) - das war die Entscheidung.
Im Gegensatz zur 28:29-Niederlage gegen Mainzlar verteilten sich die TuS-Treffer auf alle eingesetzten Spielerinnen. Zudem stärkte die eingewechselte Torhüterin Vanessa Frey mit einer Vielzahl von Paraden ihrer Mannschaft den Rücken. »Sie hat sehr gut gespielt«, freute sich Torjägerin Rott über den gelungenen Auftritt der 19-Jährigen. (v/eye)