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Zusammenschluss zum Baden-Württembergischen Handball-Verband

Zusammenschluss zum Baden-Württembergischen Handball-Verband (BWHV). Artschwager erleichtert

Spieler versuchen beim Handball an den Ball zu kommen
Handball-Symbolbild. Foto: Jens Wolf
Handball-Symbolbild.
Foto: Jens Wolf

REUTLINGEN. Es ist vollbracht: Der gemeinsame Baden-Württembergische Handball-Verband (BWHV) ist beschlossene Sache. An drei zeitgleich veranstalteten außerordentlichen Verbandstagen haben die Delegierten und Vereinsvertreter des Handballverbandes Württemberg (HVW), des Südbadischen Handballverbandes (SHV) und des Badischen Handball-Verbandes (BHV) für die Verschmelzung gestimmt. Für eine solche »Fusion« war eine Dreiviertelmehrheit (75 Prozent) der jeweils stimmberechtigten Versammlungsteilnehmer notwendig.

Während in Kuppenheim/Südbaden (85,3 Prozent) und Forst/Baden (87,7 Prozent) das erforderliche Quorum deutlich erreicht wurde, ging es im Schönbuchsaal in Hildrizhausen, dem Tagungsort der württembergischen Handballer, um einiges knapper zu. In geheimer Abstimmung waren bei 121 anwesenden Delegierten 91 Ja-Stimmen für einen positiven Beschluss erforderlich. Mit insgesamt 95 Befürwortern legte der mit rund 90.000 Mitgliedern größte der drei Landesverbände quasi eine Punktlandung hin. 25 Delegierte votierten dagegen.

Sitz in Freiburg

Sitz des neuen Handballverbandes, der zum Stichtag 1. Juli 2025 seine Arbeit aufnehmen wird, wird Freiburg im Breisgau sein, das bislang schon Sitz des südbadischen Verbandes und des gemeinsamen Vereines Handball Baden-Württemberg (HBW) war.

In einer ersten Stellungnahme zeigte sich HVW-Präsident Hans Artschwager erleichtert: »Im 72. Jahr des Landes Baden-Württemberg müssen diese Krusten auch mal aufgebrochen werden. Wir können jetzt als starker Verband gegenüber der Sportpolitik, aber auch gegenüber dem Land auftreten.«

Als designierter Verbandschef gilt der badische Präsident Peter Knapp, der darauf verwies, dass die Arbeit von vielen Ehrenamtlichen im Vorfeld in verschiedenen Kommissionen zu dem gemeinsamen Verband sich gelohnt hätte: »Sonst hätten wir nicht die positive Stimmung bei unserem Verbandstag haben können.« Als Knapps Stellvertreter sind: Alexander Klinkner, bisher Präsident von Südbaden, sowie Eberhard Gloger, der als Vertreter der Bezirke im HVW-Präsidium aktiv ist.

Michelmann beeindruckt

In einer digitalen Pressekonferenz war Andreas Michelmann (Aschersleben), Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB), beeindruckt vom Verschmelzungsprozess im Südwesten: »Das Ergebnis ist sicherlich ein erfreuliches Signal, das auch andere Verbände in Deutschland ermutigen sollte, diesen Weg zu gehen.« Er stellte dem BWHV als »Geschenk« die Bildung eines Frauen-Bundesstützpunktes in Stuttgart in Aussicht. (GEA)