Fussball
Fußball-Verbandsliga - Pfullingen muss es im Nachholspiel »deutlich besser machen«. Tübingen hat den Plan, es dem Gegner mit mutigem Offensivspiel schwer zu machen

Zweiter Anlauf für das Derby

VON DENIS RAISER UND RICCARDO GONCALVES

TÜBINGEN. Blitze, Donner und schlechte Sichtverhältnisse sorgten dafür, dass das lang ersehnte Derby zwischen der TSG Tübingen und dem VfL Pfullingen in der Fußball-Verbandsliga Mitte August abgebrochen werden musste. Das war bitter für Aufsteiger Tübingen, der nach 45 Minuten mit 1:0 führte und die klar bessere Mannschaft war. Glücklich war es aus Sicht der Pfullinger, die nicht so recht ins Spiel fanden und kaum gefährlich vors Tor kamen. Letztlich wurde die Entscheidung des Schiedsrichters aber von beiden Seiten getragen, schließlich ging es um die Gesundheit der Akteure. Am heutigen Mittwoch (17.30 Uhr) starten die Clubs nun einen zweiten Anlauf.

»Wir wollen da weitermachen, wo wir damals aufgehört haben«, sagt Tübingens Co-Trainer Goran Divljak. Die Marschroute des Gastgebers lautet dabei wie schon bei der Erstansetzung: »Mutig nach vorne spielen und es den Pfullingern so schwer wie möglich machen.« Genau umgekehrt sind die Vorgaben in Pfullingen. »Wir müssen es deutlich besser machen«, fordert VfL-Trainer Michael Konietzny, der seine Mannschaft damals von der Körpersprache her zu passiv fand.

Das hat sich zuletzt gebessert. Nach dem Sieg bei der TSG Öhringen (4:2) dominierten die Pfullinger auch bei der jüngsten 1:2-Heimniederlage gegen den FC Wangen. »Jetzt sind wir schon einen Schritt weiter«, findet Konietzny. Aber »zwei Böcke« in der Abwehr und »Leichtsinnsfehler« im Spielaufbau haben das Erfolgserlebnis trotz des großen Aufwands verhindert. Eine Ursache hat der VfL-Coach dafür ausgemacht: »Es fehlt die letzte Konsequenz«.

Den Hebel sollte seine Mannschaft schnellstmöglich umlegen - am besten schon gegen Tübingen. Sonst droht irgendwann eine »Negativspirale, aus der man nur ganz schwer wieder rauskommt.« Leicht wird das gegen Tübingen allerdings auf keinen Fall. Der Neuling findet sich bisher erstaunlich gut in der Liga zurecht, verlor keines seiner drei Spiele (ein Sieg, zwei Unentschieden) und besitzt in der Offensive eine »brutale Qualität«, wie Konietzny findet. Acht Tore in drei Spielen belegen seine Behauptung. Erschwerend kommt für den VfL hinzu, dass »drei bis vier Spieler« aufgrund des frühen Anstoßes berufsbedingt noch auf der Kippe stehen.

Statistik spielt keine Rolle

Im Nachholspiel erwartet Konietzny keine spielerischen Glanzpunkte seiner Elf - auch wegen des vermutlich tiefen Platzes. »Wir dürfen uns nicht zu schade sein, auch mal die Bälle hinten rauszuhauen.« Letztlich zählen nur die Punkte. Statistisch gesehen können die fast schon fest eingeplant werden. Von den vergangenen acht Aufeinandertreffen konnte der VfL sieben für sich entscheiden, bei einem Remis und 28:4 Toren. Aber die Vergangenheit spielt am Mittwoch keine Rolle mehr. Auch nicht das abgebrochene Spiel vor rund vier Wochen. (GEA)

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