VfB Stuttgart
VfB Stuttgart - Der Wechsel von Simon Terodde auf Nationalstürmer Mario Gomez soll dem Bundesligaaufsteiger in der Rückrunde die Durchschlagskraft zurückbringen

Die Zeit drängt in jeder Hinsicht

STUTTGART. Die Zeit drängt. Die Winterpause der Fußball-Bundesliga war selten kürzer. Noch vor drei Jahrzehnten dauerte sie zweieinhalb Monate, aber längst haben Verbände wie Fifa und Uefa den nationalen Ligen die Luft zum Atmen genommen. In diesem Sommer erhöht zudem nicht allein die Weltmeisterschaft 2018 in Russland den Zeitdruck, sondern die neuen Fernsehverträge erlauben in einer Saison nur noch zwei »englische Wochen«. Bereits am zweiten Januar-Wochenende geht es weiter, zumal der deutsche Profifußball ungern sieht, wie die englische Premier League ihre weltweite Präsenz mit seinem Alleinstellungsmerkmal über die Feiertage noch weiter ausbaut.

Der VfB Stuttgart fliegt am Mittwoch ins spanische La Manga. Die erste Hälfte der Saison endete für die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf mit dem schmerzhaften Pokal-Aus in Mainz. Für ein Trainingslager »im klassischen Sinne« (Wolf) bleibt gar keine Zeit. Dennoch wollen der Trainer und auch Sportvorstand Michael Reschke die Zeit für intensive Gespräche nutzen. Das hatte Reschke schon frühzeitig angekündigt, weil »dafür die unbedingte Notwendigkeit besteht». Für Wolf geht es in La Manga in erster Linie darum, endlich eine funktionierende Balance zwischen Defensive und Offensive zu verwirklichen. Was in der Defensive zuletzt funktionierte, ging in der Offensive zu häufig daneben.

Mit dem zurückkehrenden Nationalstürmer Mario Gomez soll das besser funktionieren als mit Simon Terodde, der den VfB mit seinen 25 Toren zwar in die Bundesliga zurückbrachte, den Beweis seiner Erstklassigkeit aber in dieser Saison schuldig blieb. Zehn Trainingstage hat Wolf, ehe das Spiel gegen Hertha BSC ansteht. Ebenezer Ofori und Anto Grgic sind nicht mit nach Spanien, sie sollen sich einen neuen Verein suchen. Matthias Zimmermann fehlt weiter verletzt. Reschke sucht weiter intensiv nach Verstärkungen. Von André Schürrle war zuletzt weniger die Rede, eine Option ist der Weltmeister aber offenbar noch immer.

Problem Trainingssteuerung

Die Clubs sind in dieser Winterpause zum Spagat gezwungen, die Trainingssteuerung ist selbst für erfahrene Fußballlehrer eine diffizile Angelegenheit. Bei ein, zwei Testspielen ist es kaum möglich, neue taktische Grundmuster einzustudieren.

»Was haben wir denn noch für eine Vorbereitung in dieser kurzen Zeit?«, fragte Jupp Heynckes zähneknirschend noch im alten Jahr. Kurze oder lange Pause, beim 1. FC Köln denken sie darüber kaum nach. Immerhin hat Sportdirektor Armin Veh zum Trainingsbeginn ein paar Sorgen weniger, beim abgeschlagenen Bundesliga-Schlusslicht begrüßte Cheftrainer Stefan Ruthenbeck neben Neuzugang Simon Terodde vom VfB Stuttgart auch fünf lang ersehnte Rekonvaleszenten. Nationalspieler Jonas Hector absolvierte den Leistungstest ebenso wie Claudio Pizarro, Sehrou Guirassy, Simon Zoller und Nikolas Nartey. (cfi)

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