VfB Stuttgart
VfB Stuttgart - Sportvorstand Michael Reschke gelingt ein sensationeller Coup. Josip Brekalo zurück nach Wolfsburg

Mario Gomez kehrt zurück

VON CHRISTOPH FISCHER

STUTTGART. Weihnachten ist das Fest des Friedens und der Freude. In diesen Breiten meistens mehr der Freude, obwohl der Frieden eigentlich wichtiger ist. Beim VfB Stuttgart ist es in diesen geruhsamen Tagen so, dass Michael Reschke eigentlich keine Ruhe gibt. Wenig überraschend, dass diesem Reschke in diesen Tagen der vermeintlich ganz große Coup gelungen ist. Nationalspieler Mario Gomez kehrt zum VfB zurück. Und alles freut sich. Und hofft, dass der Club nun auch mit dem Klassenerhalt seinen Frieden machen kann.

»Manchmal gibt es Konstellationen, die man nicht für möglich hält«
 
Gomez wechselt mit sofortiger Wirkung vom VfL Wolfsburg. Der 32 Jahre junge Torjäger, der sich weiter ob berechtigt oder nicht Hoffnungen auf die Weltmeisterschaft in Russland macht, unterschreibt bis 2020. »Manchmal gibt es Konstellationen im Fußball, die man vorher nicht für möglich gehalten hat. Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, Mario Gomez für die Rückkehr zum VfB zu begeistern«, sagt Michael Reschke und hofft, dass »wir mit Mario nicht nur einen Klassetyp und eine Identifikationsfigur verpflichten konnten, sondern auch einen Torjäger der Extraklasse«.

Der zuletzt allerdings unter erheblicher Ladehemmung litt, aber das wird sich für den Meisterspieler von 2007 in altgewohnter Umgebung vielleicht ändern. In bisher 281 Bundesligaspielen erzielte Mario Gomez 151 Tore für den VfB, den FC Bayern und den VfL Wolfsburg. Im Gegenzug wechselt der vom VfB ausgeliehene Josip Brekalo mit sofortiger Wirkung von Stuttgart zurück nach Wolfsburg.

Die Ablöse für Gomez soll dem Vernehmen nach über drei Millionen Euro betragen. Gomez begann seine Profikarriere 2004 beim VfB. Von dort wechselte er 2009 zum Rekordmeister Bayern München. Über die Stationen AC Florenz und Besiktas Istanbul kam er im Sommer 2016 nach Wolfsburg. Auch Cheftrainer Hannes Wolf, der für Simon Terodde keine Verwendung mehr hatte, freut sich auf Mario Gomez - der zwar noch drei Jahre älter ist als der zum 1. FC Köln gewechselte Terodde - und noch mehr auf dessen Tore, die bitter notwendig sein werden. »Wir werden in der Vorbereitung alles dafür tun, ihn schnell zu integrieren. Wir sind davon überzeugt, dass er uns helfen kann, eine erfolgreiche Rückrunde zu spielen.«

Für Gomez selbst scheint sich der sprichwörtliche Kreis zu schließen. Was man nachvollziehen kann. Mario Gomez sagt: »Ich bin sehr glücklich, wieder zu Hause zu sein, dort wo alles für mich begonnen hat.« Er habe zuletzt immer wieder gespürt, wie »sehr ich das will«, die Rückkehr zum VfB, »zu dem Verein, der mich ausgebildet hat, mit dem ich wahrscheinlich die verrückteste Zeit mit dem unerwarteten Gewinn der deutschen Meisterschaft 2007 erlebt habe. Ich habe schon beim Länderspiel gegen Norwegen im September gesagt, dass es für mich etwas ganz Besonderes ist, in diesem Stadion zu spielen«.

Dabei ist sich Gomez bewusst, dass die Erwartungen an ihn riesig sind. »Die Situation ist sehr herausfordernd. Wir müssen alles geben für den Klassenerhalt, wir müssen eine überzeugende Rückrunde spielen.« Für Gomez geht es dabei auch darum, noch auf den Zug nach Russland aufzuspringen.

Vermutlich am meisten gefreut hat sich Wolfgang Dietrich. »Wir sind handlungsfähig, daran gibt es keinen Zweifel. Und in Mario Gomez bekennt sich ein Nationalspieler zum VfB und zu unserem Weg. Das ist für den Club ein gutes Signal«, sagt der Präsident des VfB Stuttgart zwei Tage vor Weihnachten. (GEA)

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