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Fussball - Ringelbach-Club hat seit Mitte September nur gegen Spitzenreiter Nagold verloren. Fatmir Karasalihovic hat gerade richtig Spaß und spielte zuletzt groß auf

TSG Young Boys: Ziele setzen bringt nichts

VON FRANK WILD

REUTLINGEN. »Er hat ein überragendes Spiel gemacht«, lobte Young-Boys-Pressesprecher Costa Poptsioglou den 23-jährigen Fatmir Karasalihovic nach dem überaus deutlichen 5:1-Erfolg der Reutlinger am vergangenen Sonntag bei den Fußballern des Landesliga-Lokalrivalen SV Nehren. Er gab die maßgeschneiderte Vorlage zum 1:0, holte den Foulelfmeter zum 2:0 raus und erzielte das 4:0 durch einen schelmischen Lupfer höchstpersönlich.

Fatmir Karasalihovic hat mannschaftliche Geschlossenheit ausgemacht.
Fatmir Karasalihovic (links) hat mannschaftliche Geschlossenheit ausgemacht. FOTO: Markus Niethammer
Der Bosnier durfte seit längerem mal wieder auf seiner Lieblingsposition im zentralen offensiven Mittelfeld spielen - und zahlte das in ihn gesetzte Vertrauen zurück. Dabei hatte er Glück, denn Coach Jürgen »Junior« Mössmer wollte ihn wegen einer Verletzung am Fuß eigentlich schon nach 20 Minuten auswechseln. Das tat er zum Glück nicht. Und deshalb hatte der junge Mann, der eigentlich meistens auf der rechten Seite spielt, die Gelegenheit, sich von seiner besten Seite zu zeigen. »Fatmir hat richtig Spaß. Das macht viel aus bei ihm«, berichtet der andere Young-Boys-Coach Jörg Junger.

Vier Spiele, vier Siege

Vier Spiele, vier Siege - bei den Young Boys läuft's gerade. Und Karasalihovic steuerte zuletzt regelmäßig sein Scherflein zum Erfolg bei. »Mir gefällt gut, dass wir gerade mannschaftlich geschlossen auftreten und die Taktik unserer Trainer umsetzen«, erklärt er. Das hat sich zuletzt etwas geändert beim ambitionierten Club vom Ringelbach. »Ich bin jetzt in der siebten Saison hier bei den Young Boys und es war immer so, dass das mannschaftlich Geschlossene gefehlt hat«, berichtet der Rechtsfuß. Seit bereits mehr als einem Monat sei das anders. »Wir spielen richtig guten Fußball«, sagt Karasalivoic.

»Wir brauchen für unsere Spielweise eine hohe Laufbereitschaft«, erklärt Coach Junger. Das haben die Spieler mittlerweile wieder intus, obwohl man die Taktik schon in der vergangenen Winterpause eingeführt hatte. »Unsere Trainer sind in Sachen Taktik sehr gut und geben uns ein gutes Konzept zur Hand«, berichtet Karasalihovic. Für ihn, der stets selbstlos für die Mannschaft spielt, war das nie ein Problem.

In den vergangenen acht Begegnungen seit Mitte September gab's nur eine Niederlage - ein derbes 1:6 gegen Spitzenreiter VfL Nagold. Der Saisonstart war mit dem Absturz in die Abstiegsregionen jedoch alles andere als optimal. »Wäre das anders gelaufen, könnten wir ein sehr guter Konkurrent für Nagold sein«, mutmaßt Karasalihovic. Hätte, wenn und aber - es ist, wie es ist. In sieben Jahren bei den Young Boys hat er nämlich auch gelernt: »Ziele setzen bringt nichts.« (GEA)

Nur keine Überheblichkeit

Für Young-Boys-Coach Jörg Junger wird die Begegnung am Samstag (15 Uhr) zu Hause gegen den Tabellenvorletzten Freudenstadt »vom Kopf her das bislang schwierigste Spiel«. Er befürchtet die Gefahr der Überheblichkeit bei seinen Fußballern und stellt deshalb klar: »Das wäre das Schlimmste.« Die Reutlinger sind durch zuletzt vier Siege in Folge auf Tabellenrang vier geklettert. (wil)

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