Fussball
Betzi-Cup - Nachwuchs des Rekordmeisters sichert sich gegen Rapid Wien zum vierten Mal den großen Henkelpokal

Super Bayern, hey, hey

VON FRANK WILD

BETZINGEN. Trainiert wird es garantiert nicht. Aber schon die jüngsten Fußballer des Rekordmeisters aus München kennen ihr »Hey, hey, super Bayern, super Bayern, hey, hey« aus dem Eff-Eff und geben es lautstark zum Besten, wenn sich wieder mal Erfolg eingestellt hat. So geschehen bei der 17. Auflage des internationalen U 12-Hallenturniers. In Betzingen besiegten die kleinen Müllers, Alabas, Schweinsteigers, Badstubers und Lahms gegen den österreichischen Vertreter Rapid Wien im Finale mit 3:1.

Münchens Abdul Bangara erzielte den ersten Treffer selbst (1.) und bereitete die Tore von Rudolf Schlosser (3.) sowie Monthe Happ (5.) vor. Den Namen des dunkelhäutigen Hünen sollte man sich vielleicht merken. Er wäre nicht der erste künftige Star, der in jungen Jahren bei der hiesigen Talente-Show seine Visitenkarte abgegeben hat. Mit Mario Götze, Kevin Großkreutz, Ron-Robert Zieler, Sami Khedira und Christoph Kramer haben in der Vergangenheit gleich fünf aktuelle Weltmeister einst ihr Können beim Budenzauber mit Rundum-Bande am zweiten Adventwochenende in der Betzinger Sporthalle gezeigt.

»Wenn einer von diesen Jungs den Sprung zu den Profis schafft, dann reicht das«, erklärte Bayern Coach Daniel Heidemann, der vom Niveau der Veranstaltung angetan und auf den Sieg deshalb besonders stolz war. Es war bereits der vierte Erfolg für die Münchner. Wichtiger als der Gewinn des 82 Zentimeter großen Henkelpokals ist ihm und seinen Trainerkollegen aber die Weiterentwicklung seiner Spieler bei solchen Turnieren, von denen der U 12-Nachwuchs in diesem Winter insgesamt neun bestreiten wird. Heidemann machte schließlich noch eine Aussage, über die man sich in Betzingen sicher freut: »Natürlich kommen wir nächstes Jahr wieder.«

Das gilt auch für den Finalisten Rapid Wien. Dessen Trainer Josef Jansky musste nach dem verloren gegangenen Endspiel, bei dem sein Youngster Leopold Querfeld kurz vor Schluss den Ehrentreffer erzielt hatte (9.), durchaus den einen oder anderen Spieler trösten. »Wir können und wollen natürlich auch solche Spiele gegen Mannschaften wie den FC Bayern gewinnen«, erklärte der Rapid-Coach, der die ersten beiden Turniere dieses Kalibers in diesem Winter jeweils in der Schweiz für sich entschieden hatte. Die Wiener sind ein Dauergast in Betzingen, sind seit der ersten Auflage dabei. Jansky lobt »die hohe Leistungsdichte und die lange Spielzeit« – Faktoren, die für ihn besonders wichtig sind.

»Wenn einer von diesen Jungs den Sprung zu den Profis schafft, dann reicht das«
 
Der SV Ohmenhausen wurde mit seinen Gastfamilien als der Klub ausgezeichnet, der während des Turniers seinen zu beherbergenden Verein, RB Leipzig, am besten angefeuert hatte. Erst im kleinen Finale sollte die Unterstützung nicht mehr zum Erfolg reichen. Im Spiel um Platz 3 unterlag der Neuling Kontrahent Bayer Leverkusen deutlich mit 2:6. Auch wenn das Ergebnis bitter für die Ostdeutschen gewesen sein mag: Acht Tore – das ist ein Spektakel, wie es die Zuschauer lieben. Wieder fanden an beiden Turniertagen etwa 2 500 Zuschauer den Weg in die Halle. Bei den Platzierungsspielen war alles restlos voll.

Der Sportliche Leiter der Betzinger, Jörg Steinegger, berichtete von einem »organisatorisch vollkommen reibungslosen Verlauf und einem guten sportlichen Niveau«. Ein besonderes Schmankerl bot das Stuttgarter Duell im Spiel um Platz 5, das der VfB mit einem 2:0 über die Kickers für sich entschied. Vorjahressieger Hertha BSC Berlin sicherte sich durch ein 1:0 gegen den Schweizer Vertreter FC Basel den siebten Platz. Immerhin fünf Mädchen waren bei den regionalen Vereinen SV Ohmenhausen (2), TuS Ergenzingen, TB Kirchentellinsfurt und die SG Degerschlacht/Sickenhausen am Start. Der Pfullinger Trainer Holger Brulow brachte es auf den Punkt: »Danke für dieses geile Turnier.« (GEA)



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