Fußball - Buchwald gibt grünes Licht für das Testspiel am Sonntag. Isik: Zeigen, dass wir das Sieger-Gen haben
SSV und Kickers schreckt Kälte nicht
VON FRANK PLEYER
REUTLINGEN. Während die Hallensportler den winterlichen Temperaturen entfliehen können, müssen die Fußballer in diesen Tagen Nehmer-Qualitäten zeigen. Die Kicker des Oberligisten SSV Reutlingen und des Regionalligisten Stuttgarter Kickers machen da keine Ausnahme, denn trotz prognostizierten Temperaturen von um die minus zehn Grad stehen sie sich am Sonntag (14 Uhr) auf der Anlage des SV Wannweil gegenüber. Kickers-Präsidiums-Mitglied Guido Buchwald habe nach einer Platz-Besichtigung mit Wannweiler Verantwortlichen grünes Licht für die Austragung der Begegnung gegeben, berichtete SSV-Team-Manager Martin Göggelmann am Freitagnachmittag.
SSV-Trainer Murat Isik will die Kälte-Grade nicht überbewerten. »Solche Temperaturen hatten wir auch als ich noch spielte«, sagte der frühere Verbandsliga-Akteur. Natürlich sei es nicht ideal, auf einem hart gefrorenen Rasenplatz zu spielen. Doch sieht der Coach diese Ausgangslage als geeignete Gelegenheit an, um die Grundeinstellung und Motivation der Akteure zu testen: »Egal, wie der Boden ist - da kann man sehen, welche Spieler sich der Situation stellen.«
Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass es der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ins Ermessen der Schiedsrichter stellt, ob eine Bundesliga-Begegnung angepfiffen wird. Unter Regel 5, Absatz vier heißt es: »Fußball soll bei Temperaturen ab minus 15 Grad, bei starkem Wind ab Temperaturen von minus 10 Grad nicht mehr gespielt werden.«
Debüt von Wiesner
Zurück zum Testspiel: Isik will am Sonntag von seinen Schützlingen sehen, »dass sie das Sieger-Gen haben und gewinnen wollen«. Der 36-Jährige muss auf Maximilian Pfaffinger (Studium), Boris Gatzky (Beruf) sowie Manuel Waidmann und Marcus Meyer (beide Reha) verzichten. Dafür kehrt Jung-Vater Andreas Rill, der zum Testspiel-Auftakt gefehlt hatte, wieder ins Team zurück.
Neuzugang Rouven Wiesner wird sein Debüt im SSV-Dress geben. Der Innenverteidiger, der kurz vor Ende der Wechselfrist von den Nullfünfern verpflichtet wurde, ist allerdings nicht gesetzt, wie Isik klarstellte: »Einen Freibrief hat keiner. Jeder muss sich erst einmal beweisen«, unterstreicht der SSV-Coach den »sehr hohen Anspruch«, den er an seine Spieler habe. (GEA)