SSV Reutlingen
interview  - Rill über seine Cheftrainer-Zeit beim Fußball-Oberligisten SSV Reutlingen, seine Zukunftspläne, Prognosen und Wünsche für den Verein

»Unnötig Druck aufgebaut«

DAS GESPRÄCH FÜHRTE MANFRED KRETSCHMER

REUTLINGEN. »Ich bin überzeugt davon, dass der SSV Reutlingen eine bessere Rückrunde spielen und einen einstelligen Platz erreichen wird«, sagt Andreas Rill. Der 38-Jährige fungierte beim SSV als Interimstrainer und übergibt nun das Zepter an den neuen Coach Teodor Rus.



GEA: Sie hatten als Cheftrainer fünf Spiele das Sagen und holten sieben Punkte. Sind Sie zufrieden mit dieser Bilanz?

Andreas Rill: Die zwei Heimsiege gegen Nöttingen und Weinheim haben mich gefreut, schließlich haben wir davor in sechs Heimspielen nicht einmal gewonnen. Die Niederlage beim Karlsruher SC II hat mich geärgert. Unter dem Strich ist die Bilanz aber okay.



Wie geht es mit Andreas Rill und dem SSV weiter?

Rill: Ich treffe mich mit Teodor Rus an diesem Mittwoch. Da sprechen wir über meine Rolle. Ich würde gerne, wie vor meiner Zeit als Interimstrainer, zwei Mal in der Woche helfen und mit dem Team im Athletik-Bereich arbeiten.



Der SSV liegt nach der Hinrunde auf Rang zwölf. Welche Platzierung ist realistisch in dieser Saison?

Rill: Ich bin überzeugt davon, dass der SSV eine bessere Rückrunde spielen und einen einstelligen Platz erreichen wird. Die Mannschaft ist mittlerweile eingespielter, jetzt sind Mechanismen da.



Zu Saisonbeginn herrschte eine Euphorie an der Kreuzeiche. Die Verantwortlichen übten sich in Zurückhaltung, Trainer Jochen Class steckte sich aber ehrgeizige Ziele -

Rill: Ich verstehe nicht, dass Jochen Class diesen Druck aufgebaut hat. Das war unnötig. Wenn man so viele Zugänge einbauen muss, ist es schwierig, sofort in die Erfolgsspur zu kommen. Es war richtig, dass sich die Verantwortlichen beim Formulieren von Zielen zurückgehalten haben. Wenn man den SSV in der Etat-Tabelle mit anderen Vereinen vergleicht, ist es unfair gegenüber den Fans und Sponsoren, eine so hohe Erwartungshaltung aufzubauen.



Was wünschen Sie dem SSV ?

Rill: Dass in den nächsten Jahren mit mehr Ruhe die Kaderplanung in Angriff genommen wird. Dass der Verein kontinuierlich arbeitet, Jugendliche und Talente aus der Region in die erste Mannschaft einbindet und pro Saison zwei oder drei externe Leistungsträger holt. Dann kann der SSV etwas erreichen. Nur mit der eigenen Jugend geht es nicht.



Welche Spieler haben in der Vorrunde den größten Sprung gemacht?

Rill: Marvin Pieringer hat eine unglaubliche Entwicklung hinter sich. Schön zu sehen ist, wie Pierre Eiberger die Rolle des Kapitäns ausfällt. Alle jungen Spieler haben sich klar verbessert. (GEA)





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