Fussball
9. Morgenstern-Cup - Verbandsligist VfL Pfullingen beim Morgenstern-Cup wie im Vorjahr Zweiter. Gastgeber Rübgarten auf Rang vier

SSV Reutlingen verteidigt Titel verdient

VON FRANK WILD

RÜBGARTEN. Für einen Herausforderer war es unterm Strich irgendwie ein Tick zu wenig, was der Fußball-Verbandsligist VfL Pfullingen am späten Sonntagnachmittag im Finale des 9. Morgenstern-Cup auf dem Sportgelände des SSV Rübgarten geboten hatte. Obwohl die Mannschaft von Trainer Patrick Plewnia in Führung gegangen war, siegte der Oberligist SSV Reutlingen am Ende verdient mit 2:1 (1:1) und verteidigte damit seinen Titel aus dem Vorjahr.

FOTO: BAUR
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Die Echaztäler wurden erneut Zweiter. 2016 hatten sie sich nach torlosen zwei Mal 25 Spielminuten erst im Elfmeterschießen mit 1:3 geschlagen geben müssen.

»Das war ein Sieg der Moral, weil wir stehend k.o. waren«, erklärte SSV-Coach Jochen Class nach dem vierten Spiel binnen zwei Tagen in zum Teil brütender Hitze. Am Samstag hatte sein Team die Bundesliga-A-Junioren des SC Freiburg mit 4:1 besiegt (siehe Box unten). Tags drauf fegte die Mannschaft aus dem baden-württembergischen Oberhaus erst den Landesliga-Drittplatzierten SV 03 Tübingen durch einen Doppelpack von Andreas »Bobo« Mayer sowie einen Treffer von Youngster Marvin Methner mit 3:0 weg. Ein torloses Unentschieden gegen den Ligarivalen SV Göppingen reichte schließlich für den Einzug ins Endspiel.

»Das war ein Sieg der Moral, weil wir stehend k.o. waren«
 
Dort war dann erneut Kapitän Mayer entscheidend am Sieg beteiligt. Nachdem er einen Freistoß von links, der fast ein Eckball war, an den langen Pfosten gezirkelt hatte, stand der SSV-Zugang Manuel Fischer genau richtig, um den Abpraller einzuköpfen (14.). Beim Reutlinger Siegtreffer klatschte sich VfL-Schlussmann Tim Becker einen von links auf den langen Pfosten gezogenen Eckball selbst ins Tor (33.). Die Pfullinger waren in Führung gegangen, als Jochen Frey einen langen Abschlag von Becker nach einem Missverständnis in der Reutlinger Hintermannschaft verwertet hatte (12.).

»Das waren zwei unglückliche Aktionen nach Standards. Das hätte nicht sein müssen«, haderte VfL-Coach Patrick Plewnia, der den im Urlaub befindlichen Cheftrainer Michael Konietzny vertrat. Pfullingen war beim Umschalten auf Offensive zu zaghaft, ließ sich durch die Nickligkeiten des Spiels aus dem Rhythmus bringen und hatte bei Abschlüssen der Brüder Dominik (35.) und Lukas Frey (49.) nicht das nötige Glück.

»Wir haben defensiv gut gearbeitet und ordentliche Ansätze gezeigt«, war SSV-Coach Class zufrieden. Wermutstropfen war die wohl erneut schwerere Muskel-Verletzung von Pierre Eiberger sowie die Zerrung von Rouven Wiesner. Noch schlimmer erwischte es Dimitrios Triantafilou vom gastgebenden Reutlinger A-Ligisten SSV Rübgarten, der sich beim 0:4 gegen Pfullingen wahrscheinlich einen Kreuzbandriss zuzog. Die Mannschaft von Trainer Klaus Reichert zog dennoch ins kleine Finale ein, unterlag dort allerdings deutlich mit 0:7 (0:6) gegen den haushohen Favoriten Göppingen. Der Oberligist hatte sich nach dem verpassten Endspiel in der ersten Halbzeit den Frust von der Seele geschossen und dominierte auch die zweite Hälfte klar, erzielte dann aber nur noch ein weiteres Tor. Der Underdog war nur deshalb ins Sechser-Teilnehmerfeld aufgerückt, weil Oberligist TSG Balingen abgesagt hatte.

Eine Schmach erlebten die Landesligisten SV 03 Tübingen und TSG Young Boys Reutlingen, die beide je zwei Niederlagen hinnehmen mussten, ohne selbst einen einzigen Treffer zu erzielen. (GEA)

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