Fussball
Nehren - Laupheim 0:0 - Braun und Grober bilden Defensiv-Bollwerk. Keeper Konradi mit tollen Reflexen

Schrecksekunde kurz vor Abpfiff

Von Frank Wild

NEHREN. Der Puls von Nehrens Schlussmann Sergej Konradi war gegen den Verbandsligisten FV Olympia Laupheim, nach eigenem Bekunden, »während des gesamten Spiels hoch«. Unmittelbar vor dem Abpfiff gab's allerdings noch einen gewaltigen Ausschlag beim Stellvertreter des nach wie vor verletzten Christoph Schneck. »Ich bin noch fix und fertig«, berichtete Konradi direkt nach Spiel-ende.

René Grober (Mitte) und Jakob Braun (Zweiter von rechts) hielten den Laden im defensiven Mittelfeld zusammen. FOTO: NIETHAMMER
René Grober (Mitte) und Jakob Braun (Zweiter von rechts) hielten den Laden im defensiven Mittelfeld zusammen. FOTO: Markus Niethammer
Durch einen Reflex hatte er einen Kopfball aus kurzer Distanz des eingewechselten Laupheimers Christian Glaser pariert und seinen Farben damit ein Unentschieden beschert. Das 0:0 war der erste Punktgewinn für den Liga-Neuling.

»Da war mehr drin«, lamentierte Konradi. »Wir haben aber unsere Chancen zum Abschluss nicht genutzt.« Sein Trainer Dietmar Schneider hatte eine Erklärung dafür parat: »Die Niederlagen gegen den SSV Reutlingen im WFV-Pokal und zwei Mal in der Liga haben an unserem Selbstvertrauen genagt.« Vor allem die erste Halbzeit hätte ihm nun Hoffnung gemacht. Nehren agierte vor allem im Zentrum sehr aggressiv. René Grober und Kapitän Jakob Braun bildeten ein Bollwerk. »Da muss es passen«, nannte Schneider den Schlüssel zum Erfolg.

Rote Laterne abgegeben

Schnell kristallisierte sich heraus, dass Laupheim - anders als die ersten beiden Verbandsliga-Gegner Bonlanden und Ravensburg - auch nur mit Wasser kocht, obwohl der Klub als Tabellen-Vierter angereist war. Die Hausherren konnten vor 280 Zuschauern immer wieder Aktente im Spiel nach vorn setzen, »wir kommen aber einfach nicht wie gewohnt zum Abschluss, weil wir noch nicht so kombinationssicher sind wie in der Vergangenheit«, sagte Schneider.

Einzig der in die Startformation berufene Alpaslan Bas (23.) und der für den wieder genesenen Pedro Keppler eingewechselte Stürmer Emmanuel Okafor (90.+1) versuchten es mit Distanzschüssen. Nach dem Seitenwechsel bettelten die Mannen um Kapitän Braun wie in Ravensburg um ein Gegentor. Schlussmann Konradi war allerdings binnen zehn Minuten viermal auf seinem Posten (57., 59., 66. und 68.). Durch Glanzparaden und Reflexe verhinderte er, dass die Dinge wie vor einer Woche seinen Lauf nahmen und das Spiel frühzeitig verloren gegeben wurde. Schneider stellte dennoch klar, dass Schneck nach seiner Oberschenkelverletzung zwischen die Pfosten zurückkehrt. Er werde sich aber mit seinem Torwarttrainer Arthur Stopper absprechen, wann dies der Fall ist.

Als der Laupheimer Robert Henning nach einer Tätlichkeit gegen Innenverteidiger Kevin Frank die rote Karte sah (74.), tat sich Nehren in Überzahl unverständlicherweise schwer und es entwickelte sich eine packende Schlussphase. Konradi sei Dank, dass die Anhänger des Landesliga-Meisters zumindest einen Teilerfolg feiern durften. »Wir genießen unseren ersten Punkt und freuen uns, dass Sergej den Ball pariert hat«, war der Coach mit dem Unentschieden zufrieden. Dadurch gibt sein Team die Rote Laterne an Mit-Aufsteiger Münchingen weiter, das bislang einen Punkt noch kein Tor auf der Habenseite verbucht. (GEA)


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