Fussball
Metzingen - Böblingen 3:1 - TuS zeigt sich als Muster an Effektivität. Fatih Bahtahi kommt vom TV Hartheim

Liotti-Brüder mit zwei Krachern

VON TIM GATTIKER

METZINGEN. Der Traumstart der TuS Metzingen in die Landesliga-Saison ist perfekt. Durch eine gnadenlos effektive Chancenauswertung bezwangen die Metzinger die SV Böblingen mit 3:1 (2:0) und ist nun Tabellen-Zweiter. Dabei begannen die Böblinger klar überlegen. Doch Hüseyin Öztürk und Hidayet Acikgöz vergaben eine mögliche Gästeführung. Quasi aus dem Nichts gingen dann aber die Hausherren in Führung. Enzo Liotti hämmerte das Leder aus 20 Metern mit links in den Torwinkel. Zwei Minuten vor der Halbzeit rieben sich die 100 Zuschauer verwundert die Augen. War das eine Wiederholung? Nein. Es war das 2:0! Aus nahezu identischer Position hämmerte nun auch Enzos Bruder Carlo Liotti den Ball in den Winkel.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag der Gäste. Keine 120 Sekunden waren gespielt, da brachte Öztürk nach einem Pass von Tobias Franz den Ball zum Anschlusstreffer über die Linie. Böblingen drückte nun die Metzinger in ihre eigene Hälfte. Die TuS verteidigte mit Mann und Maus. Klare Chancen konnten sich die Gäste aber nicht erspielen. Vier Minuten vor dem Abpfiff wurden das Metzinger Zittern beendet. Nach einer Hereingabe von Benjamin Plangger traf Ercan Acar zum 3:1. »Wir haben destruktiv gespielt. Böblingen hatte viel zu viel Ballbesitz, aber kaum klare Torchancen und wir machen natürlich diese zwei sensationellen Tore«, resümierte TuS-Trainer Erol Türkoglu. Der Metzinger Coach konnte zudem noch einen weiteren Erfolg vermelden. Mit Fatih Bahtahi vom TV Hartheim kommt noch ein weiterer Neuzugang. »Fatih ist 29 Jahre alt und wird uns mit seiner Routine sicher weiterhelfen. Er hat allerdings noch Trainingsrückstand«, so Türkoglu über seinen türkischen Landsmann.

Gar nicht mehr eingekriegt hat sich der Metzinger Stadionsprecher Fritz Kuhn nach dem Erfolg: »Das ist der helle Wahnsinn«, jubelte das TuS-Urgestein. Böblingens Trainer Mario Estasi machte dagegen aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: »Dümmer kann man doch nicht verlieren.« TuS-Coach Türkoglu bleib dieses Mal übrigens über 90 Minuten auf der Bank: »Ich konnte mich zurückhalten. Wenn man führt, ist das aber auch wesentlich einfacher«, grinste er. Zwei Spiele, zwei Siege das gab es bei der TuS zum Saisonstart schon lange nicht mehr: »Das hilft natürlich ungemein bei der Integration der neuen Spieler. Da wächst das Team schneller zusammen«, gewann Türkoglu diesem fulminanten Start noch mehr Positives ab. (GEA)


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