Spielabbruch - Polizeieinsatz in Metzingen
Faustschlag ausgewichen
METZINGEN. Ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter Körperverletzung und ein Spielabbruch: So lautet die traurige Bilanz des B-Liga-Spiels der Zweier-Staffel zwischen TB Metzingen und Ermstal Türkspor Dettingen. Das Derby wurde vom Unparteiischen Jonathan Woldai in der 21. Minuten beim Stand von 1:0 für Dettingen abgebrochen. Zuvor hatte der Schiedsrichter den Dettinger Spieler Mesut Gürel nach einer Tätlichkeit gegen den TBler Mateo Pavic mit der roten Karte des Feldes verwiesen.
Der Rotsünder verlor nach Schilderung von Metzingens Co-Trainer Zlatko Pavic die Nerven und versuchte dem jungen Unparteiischen einen Faustschlag zu versetzen. Der Bonlandener Schiedsrichter wich aus und brach die Partie ab. Auf dem Platz sei es anschließend zu »Rudelbildungen« gekommen sodass eine Zuschauerin die Polizei alarmierte.
»Beim Eintreffen der Kollegen hatte sich die Situation schon mehr oder weniger beruhigt«, sagte Polizei-Pressesprecher Berthold Schlegel. Metzinger Ordner hatten den Unparteiischen vom Platz begleitet, anschließend fuhr Sanid Mehovic, Spielertrainer der »Zweiten« des Turnerbundes, den Schiri nach Hause.
Dieser Schilderung des Geschehens widersprach Türkspor-Trainer Serkan Diler. »Mein Spieler ist nicht handgreiflich geworden. Die ganze Sache wurde aufgebauscht, zudem haben Metzinger Zuschauer nach der roten Karte den Platz gestürmt. Der Schiedsrichter war plötzlich verschwunden und wir haben erst nach einer Viertelstunde von den Abbruch erfahren«, sagte Diler. (altho)