Fussball
Betzi-Cup - Elf internationale Großvereine lassen ihre Nachwuchs-Fußballer am Wochenende in Betzingen zaubern

Ausweichtermin wegen den Bayern

VON FRANK WILD

BETZINGEN. Dass man den Titelverteidiger beim Turnier mit am Start haben muss, ist ein ungeschriebenes Gesetz. Und wenn es wie bei der mittlerweile 18. Auflage des internationalen U 12-Jugendfußballturniers des TSV Betzingen um den FC Bayern geht, erst recht. Der deutsche Rekordmeister duelliert sich mit seinem Nachwuchs am zweiten Adventwochenende allerdings bei einem Turnier im polnischen Posen mit dem FC Barcelona, dem FC Liverpool, dem FC Chelsea, Juventus Turin, dem RSC Anderlecht und Sporting Lissabon. »Dagegen sind wir ganz klein«, erklärt der Betzinger Pressewart Martin Vogel.

Deshalb haben sich die Betzinger Veranstalter dazu entschieden, vom angestammten Termin am zweiten Adventwochenende ausnahmsweise einmal Abstand zu nehmen und die sportliche Großveranstaltung mit regelmäßig um die 3 000 Zuschauer um eine Woche vorzuverlegen. »Das Turnier wäre nichts ohne den Titelverteidiger«, spricht Vogel wohl auch den teilnehmenden Vereinen und den Anhängern hochklassigen Junioren-Fußballs aus der Seele.

Diese können am Samstag und Sonntag (jeweils ab 8.30 Uhr) in der Betzinger Sporthalle beim Budenzauber mit Rundum-Bande nicht nur die Künste der potenziellen, künftigen Fußballstars der Münchener bestaunen. Mit dabei sind, wie im vergangenen Jahr, auch die Nachwuchs-Kicker der Profimannschaften von Hertha BSC Berlin, TSV 1860 München, Bayer Leverkusen, Stuttgarter Kickers, 1. FC Kaiserslautern, Slavia Prag (Tschechien), Rapid Wien (Österreich), FC Basel (Schweiz), VfB Stuttgart und RB Leipzig. Ergänzt wird das 26er-Feld durch Mannschaften aus der Region; zwei davon stellt der Gastgeber.

Besonders stolz ist man dabei auch auf den internationalen Flair der Veranstaltung. Die Organisatoren setzen auf das altbewährte Konzept. »Faire Spiele und die Verständigung zwischen den Spielern sollen im Vordergrund stehen«, erklärt Vogel. Zur »Verständigung« kommt es auch abseits der Betzinger Sporthalle. Wie seit der Premiere im Jahre 1999 werden die Spieler der »großen« Vereine bei hiesigen Klubs untergebracht, wobei sich die Gastgeber fast ebenso traditionell vorbehalten, den Nachwuchs der Bayern zu beherbergen.

Da kommt’s zu später Stunde dann schon mal zu »Expertengesprächen« mit künftigen Welt- oder Europameistern. Immerhin haben die amtierenden Weltmeister Sami Khedira, Julian Draxler und Mario Götze in jungen Jahren auch schon ihre Visitenkarte beim atemberaubenden Fußball-Spektakel im Reutlinger Stadtteil Betzingen abgegeben.

Im Turnierplan ist aus Versehen schon niedergeschrieben, dass das Endspiel wie im Vorjahr 3:1 endet. Ob das so sein wird, ob im Finale wieder Rapid Wien gegen die Bayern den Kürzeren zieht oder ob in diesem Jahr alles ganz anders wird, ist erst entschieden, wenn das letzte Spiel, das um 15.49 Uhr angepfiffen wird, beendet ist. (GEA)



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