Sport
Reiten - Große Diskussion um Platzbedingungen und Wetter. Kölz tritt nur mit einem Pferd an und siegt

Allgäuer und Mezger fliegen aus der Kurve

VON ELISABETH WEIDLING

REUTLINGEN. So einfach lassen sich die beiden Turnierleiter des 53. Reutlinger Reit- und Springturniers, Otto Schurr und Hans Stiefbold, nicht aus der Ruhe bringen. Auch nicht davon, dass der Turnierplatz am Vorabend des Auftakts am Freitag einem See glich, nachdem massenweise Hagelkörner niedergegangen waren. Keine optimalen Startbedingungen für die Premiere des Turniers als Freiland-Turnier.

»Wir sind viel gewöhnt«, sagten Schurr und Stiefbold. Kurzerhand war ein Bordstein abmontiert worden, sodass das Wasser an der tiefsten Stelle abfließen konnte. Weil die Pferde auf dem üblichen Abreitplatz eingesackt wären, musste ein Teil des Turnierplatzes abgezäunt und umfunktioniert werden. Mit einer halben Stunde Verspätung - aufgrund des Regens - startete am Freitag dann das S-Springen.

Auch wenn die Wetter- und Platzbedingungen während des Turniers bei allen Zuschauern und Reitern Thema Nummer eins waren - Richter Peter Bort bescheinigte der Anlage ein »reitbar«. Letztlich nahmen in dieser »S« 34 Rosse und Reiter den Parcours in Angriff. Bort verwies darauf, dass es trotz der widrigen Verhältnisse einige Nullfehler-Runden gab und die Reiter wüssten, wo die gefährlichen Stellen seien. Remo Allgäuer (Reute) und Oliver Mezger (Team-International) schieden dennoch aus, weil sie ins Rutschen kamen und aus der Kurve flogen. Für Allgäuer war das nicht der einzige Zwischenfall. Eine umgefallene Birke erschreckte sein Pferd - er durfte einen zweiten Anlauf nehmen und erhielt am Ende eine Zusatzplatzierung.

Timo Beck zwei Mal platziert

Der Rest der Teilnehmer schlug sich wacker. Nachdem der Top-Reiter Markus Kölz (Burkhardshof) seinen Holsteiner Ladina aus Vorsicht abgemeldet hatte, holte er mit der 14-jährigen Sheila den Sieg. Der Nationenpreisreiter Timo Beck (Hanauerland) belegte mit Isabell den vierten und mit Le Conte den neunten Platz. Ob er heute und morgen in Reutlingen startet, wollte sich Beck noch überlegen.

Jürgen Buchal (Pfalzgrafenweiler) erkämpfte mit Calida Rang zwei und zeigte sich »höchst zufrieden« über die Leistungen seines Pferdes. Die Bedingungen seien wegen des Regens schwer gewesen. Der Drittplatzierte Marcel Braitinger (Merklingen) fand, der Boden sei »nicht das Wahre«, aber sein Pferd sei »gut gewesen«. (GEA)


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