25.03.2010 - 18:00 Uhr
Radurlaub - Auch das bayerische Altmühltal und die Weser-Route stark befahren
Elbe-Radweg ist am beliebtesten
»Fahrradreisen sind durchaus keine Billigurlaube«
In der Gunst der Radfahrer liegt der Elberadweg weiter ganz vorne. Wie schon 2008 war die Route 2009 der beliebteste Radfernweg in Deutschland. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). So waren im vergangenen Jahr 8,2 Prozent der Befragten an der Elbe unterwegs. 6,8 Prozent zog es an den Main und 4,9 Prozent an die Weser.
Allerdings könnte der Radwanderweg durchs bayerische Altmühltal die Weser-Route in diesem Jahr vom dritten Platz verdrängen. 3,9 Prozent gaben beim ADFC-Radreisemonitor nämlich an, 2010 eine Radwanderung durchs Altmühltal zu planen. In die Weserniederung zieht es demnach nur 3,6 Prozent. Die beliebtesten Radreiseregionen in Deutschland sind Bayern und Nordrhein-Westfalen.
Beim Radurlaub in der Heimat geht es den Touristen nicht unbedingt ums Sparen. »Radreisen ist kein Billigurlaub«, sagt Betram Giebeler, Vize-Vorsitzender des ADFC. 28 Prozent der Befragten hätten für ihre längste Radreise 2009 mehr als 1 000 Euro ausgegeben.
Bei den Fernradwegen im oder ins Ausland ist mit weitem Abstand (19,7 Prozent) der Donauradweg am gefragtesten. Auf den Rängen zwei und drei folgen die Via Claudi Augusta (7) und der Etschradweg (5,8). Bei den beliebtesten ausländischen Regionen machen Südtirol (8,3), die Niederlande (5,6) und die Schweiz (5,6 Prozent) das Rennen. Entscheidend für das gute Abschneiden seien Investitionen in Radwege gewesen, erklärt Thomas Froitzheim vom ADFC.
Nach Südtirol ziehe es zum Beispiel nicht nur Mountainbiker: Für normale Radfahrer gebe es ein 500 Kilometer langes Netz von Radwegen in den Talniederungen.
Als Problem stuft der ADFC nach wie vor die Anreise von Radtouristen mit der Deutschen Bahn ein. Die Möglichkeiten der Radmitnahme im Fernverkehr werden weiter eingeschränkt, kritisierte Froitzheim. »Die Radler würden gerne mit der Bahn fahren, und sie würden dafür zahlen.« Für viele Regionalstrecken würden bestehende Mitnahmemöglichkeiten aber noch nicht einmal mehr in den Fahrplänen und Auskunftssystemen angegeben. Für die Analyse waren 1 000 Mitglieder des ADFC befragt worden. (dpa/tmn)