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Gönninger Tulpenblüte öffnet am Sonntag mit Gottesdienst

Eröffnung: Gönninger Tulpenblüte startet am kommenden Sonntag. Warme Witterung sorgt für reiches Angebot

Ein Fest für die Sinne erwartet die Besucher in Gönningen.  FOTO: MEYER
Ein Fest für die Sinne erwartet die Besucher in Gönningen. FOTO: MEYER
Ein Fest für die Sinne erwartet die Besucher in Gönningen. FOTO: MEYER

REUTLINGEN-GÖNNINGEN. Jede Menge blühende Frühlingsboten machen schon fleißig Werbung für die beiden Gönninger Tulpensonntage: passend zum 20-jährigen Bestehen des Vereins Gönninger Tulpenblüte.

Am kommenden Sonntag, 21. April, startet der Tag um 10 Uhr mit einem ökumenischen Tulpen-Gottesdienst in der Peter- und Paul-Kirche. Um 11.15 Uhr folgt die feierliche Eröffnung der 20. Gönninger Tulpenblüte am Brunnen beim Friedhofsparkplatz durch Bezirksbürgermeisterin Christel Pahl, Oberbürgermeister Thomas Keck und den Vereinsvorsitzenden Heinz Gerstlauer. Dabei werden auch die Urkunden des Jes-Projektes 2023 überreicht.

Die musikalische Umrahmung übernimmt der Posaunenchor. Von 11.15 Uhr bis 18 Uhr ist dann der Frühlings- und Künstlermarkt im alten Ortskern. 40 Aussteller präsentieren frühlingshaftes Kunsthandwerk, die Vereine versorgen die Gäste mit Nahrhaftem.

Das Samenhandelsmuseum und die Gemeinschaftsausstellung »Gönninger Kunstschaffende schmücken das Rathaus« haben von 11 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Die kleinen Gäste dürfen sich unter anderem auf ein Karussell, Schminkaktion und das NABU-Biosphärenmobil freuen. Um 13 und 15 Uhr tritt Clown Paul vom Kindertheater »Rote Nase« auf.

Mit dem Event erinnert der Verein auch im Jubiläumsjahr wieder an die bedeutendste Tradition des Ortes, den Samenhandel. Er machte Gönningen Mitte des 19. Jahrhunderts überregional bekannt. Knapp die Hälfte der Einwohnerschaft war damals in ganz Europa und sogar in Amerika unterwegs, um Blumen- und Gemüsesamen sowie Blumenzwiebeln zu verkaufen.

Wettstreit auf den Gräbern

Aber auch zu Hause wollte man zeigen, dass man die neuesten und schönsten Sorten im Programm hat. Bald entwickelte sich in den Gönninger Gärten und vor allem auf den Gräbern der Angehörigen ein wahrer Wettstreit um die schönste Blumenpracht. Vor allem die damals sehr wertvollen Tulpen wurden auf dem Friedhof gepflanzt. Diese Blütenpracht sprach sich schnell herum, und schon bald kamen jedes Frühjahr komplette Sonderzüge mit Wochenendausflüglern aus dem ganzen Land in das kleine Dorf.

Von April bis Anfang Mai ist bis heute die Vielfalt an Tulpen, Narzissen und Co. zu entdecken. Besonders empfehlenswert ist der Besuch des historischen Friedhofs. Gegenüber vermittelt ein kleiner Blumenzwiebel-Lehrgarten einen Eindruck davon, welche Tulpensorten für eine Beet- oder Grabbepflanzung besonders geeignet sind.

Auf dem Schnittblumenfeld beim hinteren Ausgang des Friedhofs können Frühlingssträuße geschnitten werden. Die Einnahmen werden zugunsten von wohltätigen Zwecken gespendet.

Der ausgeschilderte Tulpenweg führt zu einem weiteren Highlight der Tulpenblüte, Fetzers Probefeld. Auf einer Fläche von über 20 Ar ist Deutschlands größte Vielfalt an Frühlingsblühern zu bestaunen. Mehr als 500 verschiedene Sorten warten darauf, entdeckt zu werden.

Der zweite Tulpensonntag am 28. April lädt von 11 bis 17 Uhr auf Fetzers Probefeld in die Lichtensteinstraße 74. Für Stimmung sorgen das Duo »Manne und Danne« und ein buntes Kinderprogramm. Auch das Samenhandelsmuseum und die Ausstellung der Gönninger Kunstschaffenden sind geöffnet.

Die Veranstalter weisen darauf hin, dass die Parkplätze sehr begrenzt sind. Es ist daher geraten, mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln anzureisen. (eg/GEA)

 

www.tulpenbluete.de