Musik - Männergesangverein Erpfingen startet mit einem fulminanten Konzert ins 150. Jahr seines Bestehens

Zum Dahinschmelzen schön

SONNENBÜHL-ERPFINGEN. Die Begeisterung der 450 Zuhörer in der prall gefüllten Erpftalhalle kannte am Samstagabend keine Grenzen: »Unglaublich toll«, sprach Landrat Thomas Reumann dem Auditorium aus dem Herzen. Was der Männergesangverein Erpfingen gemeinsam mit seinem Gast, dem »Stelzhamerchor« aus dem österreichischen Ungenach-Kirchholz, zu Gehör brachte, kam einer Klangexplosion gleich.

Ob »Swing the Prelude«, das der zehnköpfige Schnupperchor der Erpfinger sang und bei dem Karl Stockmaier an der Trompete begleitete, oder Werke des vierzig Mann starken Männerchors wie Friedrich Silchers »Vom Frühjahr« oder »Ei du Mädchen vom Lande« von Walther Schneider: die Halle war erfüllt vom sonoren Klang der Männerstimmen unter Leitung von Nadja Schmilling.

Die Gäste aus Österreich setzten noch eins drauf. »Die launige Forelle« mit verschiedenen Interpretationen von Schuberts Komposition zu Musik von Mozart oder Carl Maria von Weber mit einer »Piefke-Übersetzung« von Chorleiter Heimo Tiefenthaller zeugte von bester Musikalität. »S’is Feierabend« war durch größte Harmonie und erstklassige Intonation zum Dahinschmelzen schön und »La Montanara« brachte die Bergwelt nicht zuletzt durch den beeindruckenden Tenor von Solist Alfred Haidinger mitten in die Albgemeinde. Ein Ohrenschmaus auch, was Nadja Schmilling und Alfred Haidinger beim Duett »Schenkt man sich Rosen in Tirol« aus dem »Vogelhändler« präsentierten.

Der Sketch »Onser Sengschtond« mit der »Oberfuchtlere«, gespielt von Ulrich Höhne, traf ebenfalls den Geschmack des Publikums, das sich nach rund drei Konzertstunden vor lauter Begeisterung beinahe die Hände wund klatschte.

»Gesangverein, ein altmodisches Wort, und doch verbirgt sich dahinter ein Stück Lebensqualität«, betonte Landrat Reumann. Und: der MGV bereichere durch seine Auftritte und Konzerte das Leben in Erpfingen, sei eine tragende Säule im kulturellen Leben der Gemeinde, Impulsgeber und musikalisches Aushängeschild. Es stecke viel Einsatz und Durchhaltevermögen dahinter, um über eineinhalb Jahrhunderte eine solche Kulturarbeit zu gewährleisten, lobte auch Bürgermeister Uwe Morgenstern.

Logisch, dass die Chöre den Abend nicht ohne Zugabe beenden durften. Das lustige Trinklied »I trink jetzt koan Schnaps mehr« in österreichischem Dialekt brachte die Erpftalhalle mit seinem schier unglaublichen Klang von fast siebzig bravourösen Männerstimmen regelrecht zum Schwingen. (lpt)



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