Infrastruktur - Den Laden im Dorf lassen. Bei einem Infoabend mit Praxisberichten werden ehrenamtliche Projekte zur Nahversorgung vorgestellt

Was tun, wenn der Metzger und Tante Emma schließen?

MEHRSTETTEN. Der letzte Laden hat geschlossen, der Metzger sucht vergebens nach einem Nachfolger, die Bankfilialen ziehen sich aus den Ortschaften zurück, selbst die Geldautomaten werden rar. Mit dem Verschwinden der Nahversorger verliert das Dorf an Wirtschaftskraft, wichtige Orte der Begegnung und Kommunikation gehen verloren.

Erfolgreiches Beispiel: Ehrenamtliche betreiben den Kohlstetter Laden. FOTO: ARCHIV
Erfolgreiches Beispiel: Ehrenamtliche betreiben den Kohlstetter Laden. FOTO: ARCHIV
Viele Bewohner wollen einer solchen Entwicklung nicht tatenlos zusehen. Jüngstes Beispiel auf der Alb ist die Initiative für das »DORV-Zentrum« in Mehrstetten. Mit großem Engagement der Bürger soll ein neues Zentrum zur Versorgung mit Waren und Dienstleistungen vor Ort entstehen. In diesem Zuge bietet die Leader-Aktionsgruppe Mittlere Alb am Donnerstag, 30. November, eine Infoveranstaltung unter dem Motto »Den Laden im Dorf lassen - Unser Dorfladen« an. Willkommen sind alle Interessierten - nicht nur aus Mehrstetten. »Ziel der Veranstaltung ist, dass die Teilnehmer ins Gespräch kommen, Erfahrungswerte austauschen und Anregungen für den eigenen Ort mitnehmen«, erklärt Regionalmanager Hannes Bartholl. »Als Ortsgemeinschaft haben es die Bewohner in erster Linie selbst in der Hand, ihren Ort auch weiterhin lebenswert zu erhalten.«

In Hülben und Kohlstetten läuft's

Im Rahmen der Veranstaltung, die um 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Mehrstetten beginnt, werden Vertreter verschiedener Dorfladen-Initiativen von ihren Erfahrungen berichten und für Fragen und Gespräche zur Verfügung stehen. Das Regionalmanagement informiert über Fördermöglichkeiten. Beispiele für erfolgreiche Dorfladen-Projekte gibt es in nächster Nähe. Im Januar dieses Jahres eröffnete der Dorfladen in Hülben, der mit Leader-Fördergeldern unterstützt wurde. Der Kohlstetter Laden versorgt seit 2014 die Bürger mit dem Lebensnotwendigsten. Die Dorfläden bieten neben Lebensmitteln und Dingen für den täglichen Bedarf teilweise auch weitere Dienstleistungen wie Post, Bankautomat oder Café an. Wer am Info-Abend dabei sein möchte, sollte sich bis 23. November bei Hannes Bartholl anmelden. (em)

07381 4029701 bartholl@leader-alb.de

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