Kommunales - Wechsel am Sonnenbühler Gemeinderatstisch, Brennholzpreise und Ärger über defekte Straßenleuchten

Uralthaus weicht Toilettenanbau

VON JULIE-SABINE GEIGER

SONNENBÜHL. Mit dem Beschluss, das Uralthaus »Schießgasse 3« in Undingen abreißen zu lassen, hat der Sonnenbühler Gemeinderat am Donnerstagabend den Weg für die Gestaltung des Rathaus- und Zehntscheuerplatzes freigemacht. Einen Abbruchtermin gibt es noch nicht, erst müsse der Auftrag ausgeschrieben werden, erklärte Hauptamtsleiter Gerd Ruoff das Prozedere. Mit einem Zuschuss aus dem EU-Förderprogramm Leader soll auf dem frei werdenden Platz eine öffentliche Toilette an die Zehntscheuer angebaut werden, zudem das Drumherum zwischen Rathaus, Zehntscheuer und Schießgasse zu einer »Piazza« mit Sitzgelegenheiten, Bäumen und Hotspot für die Internetnutzung werden.



Elektronische Akten. Das Rathausarchiv quillt über, weshalb im Haushaltsplan für die Digitalisierung der Bauakten der Gemeinde Sonnenbühl bereits 35 000 Euro bereitgestellt worden sind. Der Gemeinderat hat beschlossen, den Auftrag an eine Firma in Franken zum Preis von rund 24 000 Euro zu vergeben. So ganz wohl ist dem Gremium nicht, dass die Akten außer Haus gegeben werden. Danach fragte Wolfgang Gekeler. Hauptamtsleiter Gerd Ruoff beruhigte: »Wir haben jederzeit Zugriff drauf.« In den Reißwolf werden die Akten auch nach ihrer Digitalisierung nicht gesteckt, das wollte Ralf Stoll wissen. Alle Akten werden aufgehoben.

Nachrücker. Aus traurigem Anlass, der CDU-Gemeinderat Ronnie Früh war Anfang Oktober bei einem Arbeitsunfall auf tragische Art ums Leben gekommen, hat Michael Schäfer, Undingen, als Nachrücker am Ratstisch Platz genommen. Er wurde mit Verpflichtungsformel und Handschlag von Bürgermeister Uwe Morgenstern im Ehrenamt verpflichtet. Michael Schäfer übernimmt des Weiteren den Platz von Ronnie Früh im Kindergarten- und Jugendausschuss, im Abwasserzweckverband Oberes Laucherttal, in der Albwasserversorgungsgruppe 15 »Erpfgruppe« und im Bau- und Technischen Ausschuss.



Bürgermeisterwahl. Von 8 bis 18 Uhr haben die wahlberechtigten Sonnenbühler morgen, Sonntag, 12. November, Gelegenheit, ihr Votum abzugeben. Darüber informierte Ordnungsamtsleiterin Sabine Heinzmann. Bürgermeister Uwe Morgenstern ist einziger Bewerber. Von 18 Uhr an wird ausgezählt und das Ergebnis gegen 19 Uhr im Rathaus in Undingen bekannt gegeben. »Wir hoffen auf eine hohe Wahlbeteiligung«, sagte Heinzmann.



Datenautobahn. Nachdem die Gemeinde grünes Licht für ihren Förderantrag bekommen hat, werde es in der nächsten Woche losgehen mit dem Verlegen der Leerrohre für das zukünftige Glasfaserkabel. Bis Mitte Dezember soll das Leerrohr von Engstingen-Haid über Erpfingen, Bärenhöhle, Höllental, bis Undingen liegen, informierte Ortsbauamtsleiter Bernd Hummel. Innerhalb der Orte werde der Platzhalter entweder im Bohrverfahren verlegt oder es müsse gegraben werden.



Gewerbegebiet. Mit der Erweiterung des Bebauungsplans »Heiligenwiesen-An der Thomasstraße-Schmiede« im Ortsteil Willmandingen um rund einen dreiviertel Hektar wird einem Metall verarbeitenden Betrieb in beengter Lage eine Ergänzungsfläche ermöglicht.



Brennholz. Da die Preise fürs Heizmaterial aus dem Gemeindewald erst im vergangenen Jahr erhöht worden sind, hat der Gemeinderat beschlossen, die Preise zu belassen, die rund zehn Prozent unter der Empfehlung des Kreisforstamts liegen. Polter kommen in einer öffentlichen Versteigerung auf den Markt, der Festmeter zu 56 Euro. Wie gehabt gibt es auf Bestellung Schichtholz, den Raummeter zu 72 Euro. Mit Sicherheit werde das Brennholz in zwei Jahren teurer, wenn die von Bundeskartellamt und Oberlandesgericht Düsseldorf verordnete Forstreform zum 1. Juli 2019 in Kraft tritt, stellte Kämmerer Sebastian Herrmann in Aussicht.



Straßenbeleuchtung. Willmandingens Ortsvorsteher Heinz Hammermeister prangerte die erst vor zwei Jahren mit LED erneuerten Straßenlampen in seinem Flecken an, von denen einige bereits ihren Dienst quittiert hätten. Ärgerlich sei das, wenn gleich zwei hintereinander defekt seien, »zumal in der dunklen Jahreszeit. Gerade da sollten die Lampen ja funktionieren«. Der Elektriker habe für nächste Woche Abhilfe zugesagt, informierte Bernd Hummel, der die Garantiezeit der Straßenbeleuchtung mit fünf Jahren angab. Mit Wolfgang Schmid wunderte sich Ralf Stoll über die kurze Lebensdauer der als niedrig im Energieverbrauch und langlebig gepriesenen LED.



Tretminen. Als Thema mit Sprengkraft bezeichnete Ralf Stoll die vielen Hundehäufen auf Trottoirs und Wegen. Die im Gemeindeblatt immer wieder veröffentlichten Appelle an die Hundehalter, die vielerorts angebotenen Tüten für die Hinterlassenschaften der Vierbeiner zu nutzen, hätten nichts genutzt. Stoll regte daher an, die Hundehalter persönlich anzuschreiben und aufmerksam zu machen. Dass ein Schreiben aus dem Rathaus mehr Eindruck mache, bezweifelte Uwe Morgenstern allerdings. »Ich befürchte, dass wir mit diesem Problem werden leben müssen.« (GEA)











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