Leseraktion - Schönstes Radelwetter, romantische Landschaften, Urzeit-Höhlen und ein Festumzug

Traumtour: Entdeckungsreise mit E-Bikes auf der Alb

VON JOACHIM BAIER

MÜNSINGEN. »Das war für mich eine super Sache«, freute sich Helmut Keller über die gelungene Traumtour der Münsinger Touristinfo und des GEA. Unterwegs war der Reutlinger mit dem eigenen E-Bike, und das will er von nun an häufiger nutzen. Knapp 50 Teilnehmer waren am Ziel von der malerischen Sonntagsrunde durch Flusstäler, vorbei an Urzeit-Höhlen und mitten hinein in die 750-Jahr-Feier in Blaubeuren ganz entzückt.

Traumtour: Von Münsingen aus ging?s mit E-Bikes bis an den Blautopf. FOTO: ENGELHART
Traumtour: Von Münsingen aus ging’s mit E-Bikes bis an den Blautopf. FOTO: ENGELHART
Als »Fahrrad-Laie« sei er zunächst unsicher gewesen, ob er sich die 70 Kilometer überhaupt zumuten solle, gestand Keller. »Aber mit dem E-Bike ist das auch für einen weniger Sportlichen machbar.« Das Highlight für ihn war auf dem Weg nach Blaubeuren die dreiviertelstündige Führung in der Urzeit-Höhle »Hohler Fels«. »Mit der Tour hat Münsingen einen guten Job gemacht«, lobte er die gelungene Streckenführung.

Mit 79 Jahren war Jürgen Rehm der älteste Teilnehmer in der Gruppe. »Eine sehr schöne, problemlose Route«, sagte der Pfullinger. Auch er war mit dem eigenen E-Bike unterwegs. Die schönen Landschaftsbilder an der Strecke haben ihn besonders beeindruckt: »Morgens mit Sonne übers freie Feld, mittags zurück durch den Wald.« Rehm macht mit dem E-Bike regelmäßig Ausflüge in der Region, er möchte bei einer der nächsten GEA-Traumtouren gerne wieder mitradeln.

»Es war für mich ein Einstieg ins E-Bike-Fahren«, erklärte Christa Kehrer aus Reutlingen. Nach der Tour zeigte sie sich überzeugt von der Technik: »Man kann alles fahren, kommt die Steigungen hoch, kann schnell unterwegs sein oder langsam.« Sie hatte eines der 20 E-Bikes vom Mobilitätszentrum ausgeliehen. »Wir hatten einen schönen Sonntag, ich bin rundum zufrieden, so etwas mache ich mal wieder.« Ihre Begleiterin Monika Kächele schwärmte von der eindrucksvollen, naturbelassenen Landschaft in den Flusstälern und auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz. Für sie sei die Traumtour auch eine Art Entdeckungsreise über die Alb gewesen, erklärte die Reutlingerin. »Ich hab das bislang alles nur vom Autofahren gekannt.«

Anfragen im Zehnminutentakt

»Die abwechslungsreiche Route hat den Leuten imponiert«, zog Tour-Organisator Hans-Peter Engelhart Bilanz. Knapp 50 Teilnehmer hatten sich zur fünften Traumtour angemeldet. Die 20 Leihräder vom Mobilitätszentrum waren ruckzuck gebucht: Am Stichtag sei die erste Mail bereits um 6.30 Uhr eingegangen, berichtete Engelhart. »Und dann kamen die Anfragen im Zehnminutentakt - ich hätte die Tour dreimal anbieten können.«

Eine Überraschung gab es für die Radler am Ziel in Blaubeuren. In der Stadt wurde am Sonntag das 750-jährige Bestehen groß gefeiert. Und auch am Blautopf war eine Menge los. Die Tour-Teilnehmer hatten bei anderthalb Stunden Pause die Möglichkeit, Kaffee zu trinken, an der Quelle zu sitzen und den Auftakt des historischen Festumzugs zu beobachten. (GEA)

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