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Ausstellung - »Atelier Goldstein« in Mariaberg

Spezielle Methoden

GAMMERTINGEN-MARIABERG. Sieben Künstler aus dem »Atelier Goldstein« in Frankfurt am Main werden einen Querschnitt ihrer Werke in Mariaberg präsentieren. Mit speziellen Arbeitsmethoden, die dort entwickelt und angewandt werden, arbeiten sogenannte Outsiderkünstler in den Bereichen Malerei, Plastik, Modellbau, Fotografie und Film. Die Vernissage ist am Sonntag, 25. April, um 14 Uhr im Refektorium im Kloster.

Die Gäste werden vom Mariaberger Vorstand Michael Sachs begrüßt. Im Anschluss können die ausstellenden Künstler im Gespräch mit Christiane Cuticchio, der Leiterin des »Ateliers Goldstein«, und Axel Klöss-Fleischmann vom Mariaberger »Atelier 5« näher kennengelernt werden. So zum Beispiel Andreas Skorupa, der seine zweidimensionalen Heiligenfiguren in frontaler Ansicht ausstellt. Und Lothar Zaubitzer: Raue Kohlestriche und Kreideflächen ballen sich in seinen Werken zu Gesichtern von starrenden Männern. Oder Selbermann alias Georg Vaternahm, der sich der Kunst der Fotografie bedient und Frauen und Türme bevorzugt abbildet.

»Die Einsicht, dass hinter den Arbeiten von Menschen mit Behinderung un-glaubliche Gehirne stecken, die ausgeklügelte Methoden entwickeln und diese in Gestaltung umsetzen, ist bislang selten«, sagt Atelierleiterin Christiane Cuticchio in einem Interview: »Es besteht hier ein enormer Handlungs- und Forschungsbedarf und dem vorausgehend ein Wahrnehmungsbedarf«.

Der Erfolg von Künstlergruppen wie dem »Atelier Goldstein« und dem Mariaberger »Atelier 5« ist leitend für die gesellschaftliche Anerkennung und die unmittelbare Verbesserung der Lebensumstände der behinderten Künstler. Die Zusammenarbeit der beiden Einrichtungen begann im Jahr 2008 mit einer Ausstellung des renommierten Mariaberger Künstlers Roland Kappel in Frankfurt.

Das »Atelier Goldstein« arbeitet seit über zehn Jahren an der künstlerischen Förderung von Menschen mit Behinderung. Im Jahr 2000 von Christiane Cuticchio gegründet, finden aktuell 18 Künstler zwischen 21 und 59 dort einen Raum für ihr künstlerisches Wirken.

Die Ausstellung im Mariaberger Kloster ist bis 5. Juli montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr sowie sonntags von 13.30 bis 16.30 Uhr zu besichtigen (sonntags Eingang durch die Klosterkirche). (fm)

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