Damit die Pflanzen aber nicht einfach abgeerntet und weggeworfen werden, benötigen auch sie die richtige Pflege. Die Kräuterexpertin Annegret Müller-Bächtle aus Münsingen erklärt, was beim Umgang mit Basilikum, Schnittlauch und Petersilie beachtet werden muss.
Basilikum ist der Problemfall unter den Küchenkräutern. Denn das häufig angebotene großblättrige Basilikum wächst nur schlecht nach, wenn es abgeschnitten wurde. Ein nachhaltiges Wachstum lässt sich nur dann erreichen, wenn konsequent immer nur die untersten Blätter geerntet werden. Robuster sind kleinblättriges Strauchbasilikum und viele der aromatischen Sorten, wie etwa Zitronen- oder Zimtbasilikum. Diese verzweigen sich stärker und wachsen so nach der Ernte besser nach.
Basilikum muss trocken stehen und kann auch mal einige Tage nicht gegossen werden. Es ist an einem hellen Fenster besser aufgehoben als im Garten oder auf dem Balkon. Petersilie wächst auch bei starkem Rückschnitt immer schön nach. Allerdings machen sich auf ihren Blättern gern Pilze breit. Deshalb sollten die Pflanzen beim Kauf genau kontrolliert werden. »Petersilie muss supergrün aussehen. Bei gelblichen Blättern ist Vorsicht geboten«, sagt Müller-Bächtle.
Petersilie lässt sich gut im Garten oder Balkonkasten auspflanzen. Dabei benötigt sie regelmäßig Wasser, verträgt aber keine Staunässe. Wie auch beim Basilikum sollte gelegentlich etwas Dünger - beispielsweise ein ökologischer Flüssigdünger - gegeben werden. Weniger Nährstoffe benötigt Schnittlauch. Dieser kann auch gut in einem Kübel oder im Garten ausgepflanzt werden und lässt sich leicht überwintern. Schnittlauch sollte ständig gut feucht gehalten werden. Allerdings muss Schnittlauch geerntet werden, bevor er blüht.
Vor der Schnittlauchblüte oder - bei Basilikum und Petersilie - vor dem Winter wird oft eine große Menge der Kräuter geerntet. Um diese zu konservieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die beste Methode zum Aufbewahren von Kräutern ist, diese zu trocknen.
Dabei behalten sie das meiste Aroma, wenn sie vor dem Trocknen nicht zerkleinert werden. Auch lassen sich Kräuter einfrieren, entweder fein gehackt in kleinen Portionsbeuteln oder im Wasserbad. »Es ist praktisch, die Kräuter mit etwas Wasser in einer Eiswürfelform einzufrieren, dann kann man immer so viel auftauen, wie man braucht«, sagt Müller-Bächtle. (GEA)
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