MÜNSINGEN-AUINGEN. Essen, Trinken, Wohnen und Lifestyle: Das alles vereint die Messe »schön & gut«. Drei Tage lang strömten Menschen aus dem ganzen Südwesten ins Alte Lager in Münsingen-Auingen. Dort gab's Genuss für alle Sinne. Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb wird greif- und erlebbar, eine Idee beginnt sich mit Inhalt zu füllen
FOTO: Andreas Fink
Wo kommen nur all die Menschen her? Menschen nicht nur aus Reutlingen und Tübingen, sondern aus dem ganzen Südwesten und darüber hinaus. Rund 16 000 - viertausend mehr als im Vorjahr - strömten am Wochenende zur Messe »schön & gut« ins Alte Lager in Auingen. Ließen sich durch das Angebot von hundert Ausstellern rund um die Themen Essen, Trinken, Wohnen und Lifestyle treiben. Drei Tage lang gab's im Alten Lager Genuss für alle Sinne.
Slow Food steht - als Gegensatz zum Fast Food - für die weltweite Vereinigung von bewussten Genießern, die die Kultur des hochwertigen und regionalen Essens und Trinkens pflegen und lebendig halten wollen. Das Zeichen der Genuss-Esser ist die Schnecke. Die hätte drei Tage lang auch Pate stehen können für das Tempo, in dem sich die Besucher durch die Hallen im Alten Lager bewegten. Um die unendlich vielen Angebote in aller Ruhe und mit allen Sinnen aufzunehmen. Oder weil's einfach nicht schneller ging. Slow Food gepaart mit Slow Foot.
Schnecke und Schaf
Nicht im Zeichen der Schnecke, sondern des Schafs stand die Partnermesse »Slow Schaf«, die bei der dritten Auflage von »schön & gut« zum ersten Mal parallel lief. Die tierischen Mäh-Maschinen waren überall präsent. In natura im Streichelzoo, in Fleisch-Form auf dem Teller und in Woll-Form auf dem Laufsteg. »Paris, New York, Berlin - Münsingen«, schwärmte Moderatorin Iris Goldack bei der Präsentation der »Albmerino«-Kollektion. Wohlfühlprodukte aus dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb, die nicht nur politisch korrekt sind, sondern ganz nebenbei höchst kleidsam und sexy aussehen.
Bernd-Matthias Weckler, der Münsinger Tourismus-Chef, hatte auf dem Weg ins Alte Lager sämtliche verfügbaren Prospekte unter den Arm geklemmt. Am Sonntag war ein Teil davon schon vergriffen. »Die Leute reißen uns das Material aus den Händen«, sagt Weckler, »so langsam zieht das Biosphärengebiet. Wir sind am Durchstarten.« (GEA)
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