Bürgermeisterwahl

Satte Mehrheit für Uwe Morgenstern in Sonnenbühl

Von Julie-Sabine Geiger

SONNENBÜHL. Eigentlich habe er kein Wort mehr über die Attacken kurz vor der Bürgermeisterwahl verlieren wollen, »aber es muss raus«. Mit diesen Worten trat Ulrich Leibritz als stellvertretender Bürgermeister Sonnenbühls um zehn nach 19 Uhr ans Mikrofon im rappelvollen Entrée des Rathauses, um das Ergebnis der Bürgermeisterwahl bekannt zu geben.

Ulrich Leibritz (links) gratuliert Bürgermeister Uwe Morgenstern. Foto: Niethammer
Ulrich Leibritz (links) gratuliert Bürgermeister Uwe Morgenstern. FOTO: Markus Niethammer
»In einer Demokratie ist es legitim und erwünscht, seine Meinung zu äußern«, richtete Leibfritz seine Kritik an den, oder die, Urheber eines auf den letzten Drücker in Umlauf gebrachten Flyers, der gegen Uwe Morgenstern gerichtet war. Leibfritz weiter: »Mündige Bürger sollten den Mut haben, ihren Namen zu nennen. Alles andere ist feige.« Für dieses deutliche Wort gab es Applaus und zustimmende Rufe.

Ordnungsamtsleiterin Sabine Heinzmann hatte Schlag 18 Uhr, da wurden die Wahllokale in den vier Ortsteilen geschlossen, noch zwei rote Briefwahlumschläge aus dem Rathauspostkasten genommen. Von 5857 wahlberechtigten Sonnenbühlern haben 2538 gewählt, von diesen mussten 60 ungültige Stimmen abgezogen werden, gab Ulrich Leibfritz bekannt. Bleiben 2478 gültige Stimmen, was 43,3 Prozent Wahlbeteiligung entspricht. »Ein ordentliches Ergebnis.« Zumal für eine Wahl mit nur einem Bewerber.

Uwe Morgenstern hat 2260 Stimmen bekommen, was 91,2 Prozent entspricht. Dafür bekam er anhaltenden Applaus und Bravorufe und für Ehefrau Susanne einen hübschen Blumenstrauß. Manuel Hailfingers Namen hatten nach Aufforderung der »enttäuschten Bürger« 133 Wähler auf den Stimmzettel geschrieben, 85 Mal seien weitere Namen aufgeschrieben worden, die Leibfritz nicht weiter nannte. (GEA)

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