Rasenflächen sind in vielen Gärten zentrale Gestaltungselemente. Leider beschränkt sich deren Pflege häufig nur auf gelegentliches und unregelmäßiges Mähen. Dadurch können sich aber Unkräuter und »Ungräser« sehr einfach ausbreiten, oder der Rasen kann zu einer Kleewiese verkommen, die oft noch mit Moos zersetzt ist, erklärt Landschaftsgärtnermeister Rainer Wagner von der Reutlinger Grün- und Landschaftspflegefirma Garten Moser.
Eine Rasenfläche ist in vielen Gärten eines der zentralen Gestaltungselemente.
Um eine dichte, geschlossene Rasendecke zu erhalten, sollte der Rasen im Hausgarten etwa 16 bis 20 Mal pro Jahr gemäht werden, also etwa alle zehn bis zwölf Tage. Der Rasenmäher sollte über ein scharfes Messer verfügen, um die Verletzung der Grashalme beim Schnitt so gering wie möglich zu halten.
Ein stumpfes Messer lässt sich daran erkennen, dass die Halme nach dem Schnitt stark ausgefranst sind. »Die Grashalme schauen dann oben aus wie Pinsel«, erklärt Wagner. Ebenso ist es wichtig, dass der Mäher das Schnittgut aufnimmt, oder dass dieses nach dem Mähen mit einem Rechen von der Fläche entfernt wird. Sogenannte Mulchmäher, die das Schnittgut fein zerkleinert auf der Rasenfläche verteilen, sind zwar für Wiesen, die nur zwei bis drei Mal jährlich gemäht werden, geeignet, für Rasen aber unbrauchbar. Liegenbleibendes Schnittgut bildet zwischen den Gräsern eine dichte Filzschicht, die weitere Pflegemaßnahmen, wie etwa ein Belüften der oberen Bodenschicht, notwendig macht.
Neben dem richtigen Schnitt ist auch regelmäßiges Düngen für einen schönen Rasen wichtig. Optimalerweise sollte dieser während der Vegetationsperiode etwa fünf bis sechs Düngergaben erhalten. Im Frühjahr sollte der Rasen mit einem stark stickstoffhaltigen Dünger, sogenanntem Startdünger, gedüngt werden. Danach sollte im Abstand von etwa sechs Wochen ein Langzeitdünger, dessen Zusammensetzung auf den Rasen abgestimmt ist, gegeben werden.
Bei häufigen Niederschlägen werden die Dünger schnell ausgewaschen, weshalb die eine oder andere zusätzliche Düngung erforderlich sein kann. Zum Ende der Vegetationsperiode kommt dann im November die Abschlussdüngung mit einem kalibetonten Dünger. Dieser dient zur Kräftigung und Ausreife der Gräser.
Nach jeder Düngegabe muss unbedingt gewässert oder beregnet werden. Die Wassermenge sollte mindestens zehn bis zwölf Liter pro Quadratmeter betragen. Noch besser ist es, wenn man das Grün vor angesagten Niederschlägen düngt. (GEA)
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