Ökologie - Beim BNAN-Lager in Hayingen leisten 25 Jugendliche aus der Region einen Beitrag zum Artenreichtum. Besuch aus dem Ministerium
Naturschützer von morgen
VON ANNIKA MANZ
HAYINGEN. Rund 25 naturbewusste Jugendliche campen noch bis Samstag beim Hayinger Segelflugplatz. Beim Jugendlager des Bund Naturschutz Alb-Neckar (BNAN), das es schon seit 36 Jahren gibt, kümmern sich die Jugendlichen nicht nur um eine Pflegefläche, sondern haben auch jede Menge Spaß in der Gruppe.
Corinna Himming (links) vom Regierungspräsidium, Organisator Manfred Aichele (Dritter von links) und Sven Hinterseh (Vierter von links) vom Ministerium für Ländlichen Raum beim Jugendlager des Bundes Naturschutz Alb-Neckar (BNAN). FOTO: MANZ
Zwei Wochen lang verbringen die 14- bis 17-Jährigen, die aus Reutlingen, Tübingen, dem Ermstal und der weiteren Umgebung kommen, auf der Alb. In den vergangenen Jahren waren es mehr Teilnehmer, doch bedingt durch die Vorfälle in Norwegen meldeten sich einige Jugendliche kurzfristig ab, erzählt Manfred Aichele, Hauptorganisator des Lagers und Schatzmeister des BNAN.
Neben fünf Arbeitseinsätzen kommt durch ein buntes Rahmenprogramm der Spaß nicht zu kurz: ein Besuch des Naturtheaters, eines Kletterparks, des Freibads, Kanu fahren, und ein Ausflug nach Salem gehören zum Jugendlager dazu. Ebenso lernten die Jugendlichen im Ökomobil Interessantes über die Tiere und Pflanzen ihrer Pflegefläche und erlebten die Natur bei einer Zweitageswanderung hautnah.
Heide statt Hecken
Während ihrer Arbeitseinsätze im »Schopfloch« bei Hayingen wird eine rund ein Hektar große vereinseigene Fläche von Büschen und Hecken befreit und in Heidefläche umgewandelt. Nach im Winter geleisteter Vorarbeit entfernen die Jugendlichen nun die Austriebe, um Platz für den enormen Artenreichtum zu machen. Für dieses Engagement wurden sie am Montag von Sven Hinterseh, Ministerialdirigent im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, und Corinna Himming, Referentin Naturschutz beim Regierungspräsidium Tübingen, gewürdigt. Es sei wichtig, Jugendliche an die Natur heranzuführen und sie für die Umwelt zu sensibilisieren, bekräftigte Hinterseh. So würde ein Bezug zum Naturschutz hergestellt.
Hinterseh berichtete, die neue Landesregierung wolle mehr Mittel für den Naturschutz bereitstellen und die Gründung von Landschaftserhaltungsverbänden vorantreiben. Auch der BNAN-Vorsitzende Werner Hiller machte deutlich, dass durch das Lager bei den Jugendlichen ein Bewusstsein für die Natur gebildet werde, das der Grundstein für späteres Engagement im Naturschutz sei.
Finanziell ermöglicht wird das Jugendlager durch die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg und durch die Reinhold-Beitlich-Stiftung Tübingen. (GEA)
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