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Jubiläumsumzug - Die Gammertinger Narrenzunft Horig durfte am Sonntag auf Tausende von Narren zählen

Narrenzunft Horig feiert Fest mit 5500 Freunden

VON HILDE BUTSCHER

GAMMERTINGEN. »Gute Freunde kann niemand trennen, gute Freunde sind nie allein«, so intonierte die Katzenmusik der Stadtkapelle Gammertingen zu Beginn des Zunftmeisterempfangs vor dem großen Jubiläumsumzug der Narrenzunft Horig am Sonntag. Ein Freundschaftstreffen all derer, die sich der Gammertinger Zunft verbunden fühlten. »Ohne die Freunde der teilnehmenden Zünfte wäre so ein Fest, wie wir es feiern, gar nicht möglich«, sagte Zunftmeister Harry Vojta.

75 Jahre Narrenzunft Horig Gammertingen Februar 2012
Bei Eiseskälte gingen die Narren auf Tuchfühlung und Kuschelkurs mit den Zuschauern in Gammertingen. FOTO: Markus Niethammer
5500 Freunde haben die Gammertinger Narren. So viele Hästräger kamen in rund 100 Bussen zum Umzug am Sonntagmittag bei strahlendem Sonnenschein und Eiseskälte. Die konnte ganz offensichtlich auch die Zuschauer nicht abhalten, dem großen Spektakel beizuwohnen. Tausende säumten den Umzugsweg vom Friedhof bis zum Trégueuxplatz und verfolgten das närrische Schauspiel.

Zuvor aber hatten sich die Großkopfeten der 56 teilnehmenden Zünfte in der Aula der Laucherttalschule zum Zunftmeisterempfang versammelt. Schirmfrau Tanja Gönner trug ihren Schirm vor der Narrenprominenz und den Vertretern der Narrenzünfte ganz demonstrativ. Sie freue sich darüber, »endlich mal wieder eine tragende Rolle zu haben«. Auch Politiker werden bescheiden. Dass gerade sie die Schirmfrauschaft angeboten bekommen habe, erklärte sie so: Nachdem in Gammertingen die Fasnet einmal fast ausgefallen sei, wenn nicht die Frauen das Narrenzepter ergriffen hätten, habe sich Vojta wohl gleich eine Frau zur Unterstützung geholt.



Ringpräsident Reinhard Siegle, Namensgeber für den in Gammertingen oft zitierten Siegle-Faktor (»Viel gschwätzt, wenig gsait«), bestand darauf: »Nix sagen wird ma jo wohl no dürfa.« Er habe über Gönner in der Zeitung gelesen. Darauf sie: »Des muss a alte gwesa sei.« Nach den Grußworten der Ehrengäste stellte Vojta klare Regularien auf. Er lege die Rednerreihenfolge fest. Buh-Rufe aus dem Publikum ob dieses »diktatorischen Zunftmeisterempfangs«. Dementsprechend bekam Vojta neben den Geschenken der Zünfte auch den Spott der Freunde ab. Damit wird er nach einem so erfolgreichen Jubiläumswochenende gut leben können. (GEA)

Weitere Fotos im Internet: www.gea.de




 

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