Über die Alb
Sportskomede - Die Theatergruppe des TSV Genkingen präsentiert am Samstag ihr Stück »Das Kur-Kendle«

Mit schwäbisch-sächsischer Komik

SONNENBÜHL-GENKINGEN. Wieder einmal wird jemand versuchen, seinen Kragen noch rechtzeitig aus der Schlinge zu ziehen: Am Wochenende bringt die Sportskomede des TSV Genkingen erneut schwäbischen Humor auf die Bühne. »Das Kur-Kendle« heißt das Lustspiel von Werner Harsch, das die Theatergruppe am Samstag um 19.30 Uhr in der Genkinger Festhalle präsentiert.

Der Schwank in zwei Akten, gespielt von Volker Saur, Conny Kirschbaum, Sonja Boll, Marlene Karcher, Florian Maier, Kai Jakob und Souffleuse Heidrun Schulz, hält diesmal besonders viel Spannung bereit. Schon während der ersten Proben nach langer Pause erwachten Spielfreude und Ausdruck der Akteure wieder voll zum Leben und belebten die Textzeilen mit einer riesigen Portion Charme und Witz.

Die Geschichte selbst hält Verwirrungen rund um den Kuraufenthalt des Ehegatten Käpsele bereit, der mal wieder »Dreck am Stecken« zu haben scheint. Der Höhepunkt des Stücks, der eine komplette Katastrophe prophezeit, bringt jedoch eine überraschende Wende mit sich.

Spielleiter Jürgen Herrmann führt nach dem Abschied von Frank-Peter Leibfritz dieses Jahr zum ersten Mal Regie und zeigt sich als starker Teamleiter der eingespielten Gruppe. Nach zehn Jahren Erfahrung als aktiver Mitspieler der Sportskomede mit beachtlicher Bühnenpräsenz leitet Jürgen Herrmann die Spieler nun selbst an und bringt Ihr Können auf den Punkt.

Mit Kai Jakob bekommt die Schauspieltruppe dieses Jahr auch ostdeutsche Verstärkung. Der in der Nähe von Leipzig geborene »Genkinger Sachse« hatte Teile der schwäbischen Textvorlage kurzerhand umgeschrieben und seinen Part auf sächsisch einstudiert, während er die Passagen der Kollegen schwäbisch übernahm. So entstand für das Finale des Stücks ein abgeändertes Textbuch, das dem Schwank durch die ungewöhnliche Mischung der Dialekte eine neue und moderne Komik verleiht. Nicht zuletzt der Wiedererkennungswert aus dem Alltag garantiert dem Zuschauer an dieser Stelle, dass die Lachmuskeln kräftig strapaziert werden.

»Normalerweise lachen wir selbst nicht mehr über die Gags wenn wir proben«, erklärte Jürgen Herrmann. Bei der Aufführung allerdings, vermutet er, werde er sich vor Lachen kaum zurückhalten können, und fügt schmunzelnd und zufrieden hinzu: »Die senn oifach sauguad«. (mot)


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