Fasnet - 3500 Hästräger und Tausende von Zuschauern beim Rosenmontagsumzug in Trochtelfingen

Kreativer Schabernack beim Trochtelfinger Umzug

VON JOACHIM BAIER

TROCHTELFINGEN. Mit Frohsinn und Freude am kreativen Schabernack trotzten 3 500 Hästräger aus über 80 Gruppen am Rosenmontag in Trochtelfingen der Kälte. Mehrere Tausend Zuschauer ließen sich vom Spektakel mit Hexenpyramiden, Musikkapellen und Konfettiregen gerne erwärmen und zum Lachen bringen. Einige Motivwagen präsentierten beim Umzug reichlich Stoff im XXL-Format für Spott, sei es aus der Weltpolitik oder Themen aus dem Städtle.

»Schrei au«: Beim Trochtelfinger Rosenmontagsumzug gingen die närrischen Akteure mächtig aus sich heraus.
»Schrei au«: Beim Trochtelfinger Rosenmontagsumzug gingen die närrischen Akteure mächtig aus sich heraus. FOTO: Joachim Baier
Der goldene Ochse auf dem Motivwagen von Karl-Heinz Storz und seinen Narrenkollegen glänzte und funkelte, wenn sich die Sonne zwischendurch ab und zu blicken ließ. Nachträglich zum 40. Geburtstag der Traditionsgaststätte hatten die Trochtelfinger ihrem geselligen Treff ein Denkmal gesetzt. Von Dreikönig bis kurz vor Rosenmontag hatten sie mit Liebe zum Detail am Gefährt gebaut. Sogar einige Geranien zierten die Geländer. Mit den Blumen wollten sie den Innenstadtbewohnern einen »kleinen Wink mit dem Zaunpfahl geben«, erklärte Storz, »damit die sich im Frühjahr wieder mehr um ihren Blumenschmuck kümmern«.

Klopapier in Sekundenschnelle

Auch aus Eglingen und Oberstetten hatten die Narrenvereine ihre Wagen mitgebracht. »In Eglingen bauen wir seit 27 Jahren regelmäßig Umzugswagen«, erzählte Josef Hölz, der frühere Vorsitzende des Musik- und Gesangvereins Eglingen. »Unsere Motive sind vielfältig und möglichst passend zugeschnitten auf aktuelle Themen.« Das närrische Fußvolk zeigte ebenfalls seine kreative Ader: Zu reichlich Konfetti und Bonbons flatterten meterlange Klopapierstreifen über den Köpfen des Publikums - findige Hästräger hatten handliche Puste-Maschinen gebaut, mit denen sich ganze Klopapierrollen in Sekundenschnelle abwickeln und davonblasen ließen.

»Ich bin persönlich zufrieden mit der Fasnet«, erklärte Narrenmeister Harry Weihbrecht-Betz. Für ihn ist es die Premieren-Saison an der Spitze des Trochtelfinger Narrenvereins »Schrei Au«. Natürlich habe es im Vorfeld viele Fragen gegeben, verriet er, aber sein Vorgänger Martin Scherer, der 17 Jahre Narrenmeister war, sei ihm stets mit gutem Rat zur Seite gestanden.

Viel Schlaf wird der neue Narrenmeister bis zum Aschermittwoch trotz Mentoren-Hilfe nicht mehr finden: Heute, Dienstag, geht's zum Umzug nach Steinhilben, und außerdem gibt es um 13 Uhr erstmals einen Kinderumzug in Trochtelfingen, der am Bräuhaus startet und an der Werdenberg-Halle mit einem Fasnetsball für die Kleinen endet. (GEA)


 
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