Biosphärengebiet - Das von der Unesco ausgezeichnete Biosphärengebiet Schwäbische Alb besteht seit fünf Jahren

Konfliktfeld Artenschutz und Windenergie

Von Julie-Sabine Geiger

MÜNSINGEN/BAD URACH. Gute Noten für das Biosphärengebiet Schwäbische Alb vom MAB-Nationalkommittee. »Die Alb ist auf einem guten Weg«, bescheinigt der Vorsitzende Martin Waldhausen beim Besuch in der Modellregion für nachhaltiges Wirtschaften. Das gelte für den nachhaltigen Tourismus mit seinem Wegekonzept sowie diverse Bildungsprojekte. Das Aber folgt sogleich: »Sorgen bereiten uns die erneuerbaren Energien. Es geht nicht, dass hier überall Windparks entstehen«, pocht Waldhausen auf das Windkrafttabu in den Pflegezogen und das Positionspapier des MAB-Nationalkomittees zur Nutzung von Windkraft und Biomasse in Biosphärengebieten, formuliert am 5. September 2012 in Blieskastel:

Die einmalig schöne Trauflandschaft der Schwäbischen Alb soll nicht von Windkraftanlagen verunstaltet werden. 	GEA-ARCHIV-FOTO: GROHE
Die einmalig schöne Trauflandschaft der Schwäbischen Alb soll nicht von Windkraftanlagen verunstaltet werden. GEA-ARCHIV-FOTO: GROHE
»In der Pflegezone steht der Schutz der biologischen Vielfalt durch extensive Nutzung und Pflege der Landschaft im Mittelpunkt« hat das MAB-Kommitee in seinem Positionspapier bekräftigt. Und weiter: »Das ist mit dem Bau von Windkraftanlagen nicht vereinbar.« Dabei verschließt sich das Gremium aus 16 Wissenschaftlern diverser Disziplinen keinesfalls der 2011 von der Bundesregieung beschlossenen Energiewende, die nach Auffassung des MAB-Kommitees »auch für die deutschen Biosphärenreservate gute Chancen zu ihrer Weiterentwicklung eröffnet.« Waldhausen: »Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb muss bei der Energiewende dabei sein.« Allerdings gelte es die Flächeninansspruchnahme so zu steuern, dass die Biosphärenreservate ihre internationalen Verpflichtungen, die sie mit der Anerkennung durch die Unseco eingegangen sind, auch weiterhin in vollem Umfang erfüllen können.


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