Im Freiland können Gurken aber erst jetzt gepflanzt werden, da sie schon bei etwas kühleren Nachttemperaturen und nicht erst bei Frost in ihrem Wachstum gehemmt werden. Auch zum Anbauen von Kürbissen, die ebenfalls wärmeliebend sind, ist jetzt noch ein guter Zeitpunkt, erklärt die Bioland-Gemüsegärtnerin Dorothea Beck aus Pliezhausen-Gniebel.
Wer keine Jungpflanzen gezogen hat, kann die Pflanzen jetzt auch noch direkt im Garten aussäen. Für eine erfolgreiche Kultur ist neben einem sonnigen Standort die Auswahl der richtigen Sorte entscheidend.
Kühle Nächte schaden
Alle Gurken benötigen durchgängig Temperaturen mehr als zehn Grad, einige Sorten - die bei uns jedoch nur im Gewächshaus angebaut werden können - sogar mehr als 16 Grad. Bei kühleren Temperaturen, beispielsweise nachts, kann es passieren, dass die Pflanzen ihre Früchte abstoßen. Die höchste Toleranz gegenüber etwas kühleren Nächten haben die sogenannten Freilandgurken.
Gurken benötigen einen warmen, luftigen Boden. Als sogenannte Starkzehrer benötigen sie viele Nährstoffe. Das Beet sollte also bei der Pflanzung mit viel Kompost angereichert werden, auch ist es empfehlenswert, etwa alle vier bis sechs Wochen mit etwas Hornmehl zu düngen. Daneben ist es wichtig, die Gurken vor Wind zu schützen. Dies gelingt am besten, indem andere Pflanzen dazwischen gesetzt werden. »Zwischen die Gurken kann man Dill pflanzen. Das passt nicht nur im Gurkensalat zusammen, sondern harmoniert auch im Beet sehr gut«, sagt Beck. Auch Zuckermais und Erbsen sind geeignet, um Windschutz zu geben.
Gurken lieben es, wenn sie an einer Rankhilfe nach oben wachsen können. Im Gewächshaus können das einfach vom Dach herabhängende Schnüre sein, im Freiland bietet sich beispielsweise ein aufgestelltes Baustahlgitter an. So wachsen sie nicht nur gerader, sondern es lässt sich auch ein etwas höherer Ertrag erzielen.
Kürbisse haben einen ähnlich hohen Nährstoffbedarf wie Gurken. Um diesen zu erfüllen, können sie auch direkt auf einen geschlossenen Komposthaufen gepflanzt werden. »Das hat auch den Vorteil, dass der Kompost abgedeckt ist«, sagt Beck. Die jungen Kürbispflanzen werden gerne von Nacktschnecken gefressen. Abhilfe schafft ein Ring aus Schneckenkorn, der gleich nach der Pflanzung oder der Ansaat um das Pflänzchen gelegt wird. (GEA)
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