Über die Alb
Stadtentwicklung - Mit Auingens künftiger Mitte sind die Münsinger zumindest planerisch weiter. Interessent für eine Gewerbeeinheit in Rathausnähe ist gefunden

Hanglage wird abgefedert

MÜNSINGEN. Seit Februar vergangenen Jahres befasst sich die STEG-Stadtentwicklung aus Stuttgart mit der Neugestaltung von Auingens Ortsmitte. Hier soll auf einer bislang ungenutzten Fläche von rund 2 800 Quadratmetern zwischen »Hirsch« und altem Rathaus ein Wohn- und Geschäftshaus mit platzartiger Freifläche entstehen.

Ein neuer Platz trennt altes Rathaus und neues Wohn- und Geschäftshaus in Auingens Ortsmitte. FOTO: STEG
Ein neuer Platz trennt altes Rathaus und neues Wohn- und Geschäftshaus in Auingens Ortsmitte. FOTO: STEG
Erste Pläne dafür hat jetzt Saskia Wiedemann dem Gemeinderat vorgestellt. Der Stadtplanerin und Projektleiterin schwebt ein dreigeschossiges Gebäude vor mit sieben Stellplätzen im Untergeschoss, einer gewerblichen Einheit darüber und jeweils zwei Wohnungen im Ober- sowie im Dachgeschoss. Die Wohnungen sollen barrierefrei über einen Aufzug erreichbar und zwischen 40 und 65 Quadratmeter groß sein. Die Erschließung des Hauses könnte von der Albstraße her erfolgen: Dort soll die Zufahrt zu den Garagen sein, die das starke Gefälle an dieser Stelle auffängt und aus Richtung Osten gesehen dann komplett in der Hanglage verschwinden. Die gewerbliche Einheit mit einer Grundfläche von 145 Quadratmetern ist aus Richtung Rathaus ebenerdig erreichbar: Der Platz, der hier entsteht, kann auch von der Gaststätte genutzt werden. Während es laut Saskia Wiedemann für die Gewerbeeinheit bereits einen Kaufinteressenten gibt, werde für das Gesamtprojekt nach wie vor ein Bauträger gesucht.

Grünes Licht gaben die Gemeinderäte zum Bau eines weiteren Mehrfamilienhauses mit insgesamt sieben Wohnungen, das in eine bestehende Baulücke an der Schillerstraße 11 passen soll. Länger diskutiert wurde die Frage: Ob sich das Gebäude mit der Umgebungsbebauung verträgt, nachdem es sie mit seinem ausgebauten Dach auf der einen Seite um rund zweieinhalb und auf der anderen Seite um 1,75 Meter überragen wird, was auch von Stadtbaumeister Alfred Schnürch kritisch beurteilt worden ist. Da die Traufhöhe jedoch auf einer Linie mit den Nachbarhäusern bleibe, stimmten die Räte bei zwei Enthaltungen und vier Ablehnungen zu.



Einstimmig fiel das Ja zur Änderung des Bebauungsplans »Unter dem Weißgerber« aus, wo ein früherer Bauplatz für ein Mehrfamilienhaus inzwischen in acht Grundstücke für Einfamilienhäuser aufgeteilt worden ist. Eines dieser Gebäude darf ohne Keller und folglich mit veränderter Firsthöhe entstehen. (oel)



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