Bürgermeisterwahl - Der dritte Kandidat fürs Amt stammt aus Würtingen und ist Bankkaufmann und Gemeinderat

Florian Bauer tritt in St. Johann an

ST. JOHANN. »Frischer Wind auf dem Rathaus, Förderung des Bürgerengagements, bewahren, was geschaffen wurde und Mut für neue Ideen«. So beschreibt Florian Bauer (40) die Beweggründe für seine Kandidatur als St. Johanner Bürgermeister, die er gestern bei Bürgermeister Wolf einreichte.

Der Würtinger Florian Bauer kandidiert bei der Bürgermeisterwahl in St. Johann. FOTO: PR
Der Würtinger Florian Bauer kandidiert bei der Bürgermeisterwahl in St. Johann. FOTO: PR
Gewählt wird in St. Johann am 25. Januar. Bauer ist nach Manuel Maier und Andreas Meyer der dritte Bewerber.

Dass er dieses Jahr auf Anhieb in den St. Johanner Gemeinderat gewählt und einer der stellvertretenden Bürgermeister wurde, bezeichnet er in seiner Vorstellung als eines der wichtigsten Ereignisse seines Lebens, »denn als Gemeinderat wurde mir klar, meine berufliche Zukunft liegt in der Kommunalpolitik und zwar auf unserem Rathaus«.

Seine Ausbildung zum Bankkaufmann absolvierte der gebürtige Metzinger bei der Genossenschaftlichen Zentralbank der württembergischen Volks- und Raiffeisenbanken in Stuttgart. Für ihn sei das ein ausgesprochener Glücksfall gewesen, denn hier habe er viel gelernt über die Besonderheiten ländlicher Unternehmen und Banken. Und vor allem über den Wert genossenschaftlicher Solidarität. »Nach meiner Überzeugung ein Leitgedanke auch für eine bürgernahe Kommunalpolitik«, betont Bauer.

Beruflich befindet sich Bürgermeisterkandidat Bauer seit vielen Jahren im politischen Umfeld. Zuerst in Berlin als Büroleiter mehrerer Bundestagsabgeordneter der FDP und seit 2012 in deren baden-württembergischer Geschäftsstelle als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit: »Menschen zum Mitmachen zu bewegen, sich für eine Sache einzusetzen, an einem Strang zu ziehen, gehört für mich zu den schönsten Aufgaben überhaupt.«

Privat sei er ein ausgesprochener Familienmensch, bis heute eng verbunden mit den Eltern und Schwestern in Metzingen. Verheiratet ist er mit Dirk Harich, Konrektor an der Münsinger Karl-Georg Haldenwang-Schule. 2010 erwarben sie ein Haus in St. Johann-Würtingen, »wo wir uns so wohl fühlen, wie wir es uns nur wünschen können«.
»Ein faires Miteinander der Ortsteile als Grundlage für eine starke Gesamtgemeinde«
 
Ehrenamtliches Engagement nennt Bauer nicht nur einen unverzichtbaren Beitrag für ein lebendiges Gemeinwesen, er bringt sich auch selber ein: am Verwaltungsgericht Sigmaringen als ehrenamtlicher Richter, im Kreistag Reutlingen als beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss, in der Skizunft St. Johann ist er im Vorstand. »Natürlich auch als Abfahrts- und Langläufer.«

Welche Vorstellungen er zu St. Johanns Kommunalpolitik hat, darüber wird Florian Bauer im Januar mit seinen Mitbürgern (Termine im nebenstehenden Kasten) reden, »bei Hausbesuchen und auf der Straße und vor allem natürlich bei meinen Bürgergesprächen«. Was dem heimischen Bürgermeisterkandidaten besonders am Herzen liegt, nennt er aber schon jetzt: »ein faires Miteinander der Ortsteile als Grundlage für eine starke Gesamtgemeinde«.

Und die nach seiner Überzeugung größte Herausforderung: »Den Rückgang der Einwohnerzahlen müssen wir unter allen Umständen stoppen. Nur so erreichen wir gesunde Finanzen, und nur so können wir erhalten, was geschaffen wurde, Kindergärten und Schulen, Gaststätten und Geschäfte.« Hierfür brauche es sowohl Optimismus und Kreativität als auch Fleiß und Durchsetzungsfähigkeit.
»Wohin soll sich unsere Gemeinde in den nächsten Jahren entwickeln?«
 
Am wichtigsten aber, meint Florian Bauer, seien die St. Johanner selbst: »Wohin soll sich unsere Gemeinde in den nächsten zehn, 15 Jahren entwickeln? Wie schaffen wir’s, Tradition und Fortschritt unter einen Hut zu bringen? Diese Fragen können wir nur gemeinsam beantworten, im lebendigen Miteinander von Verwaltung, Gemeinderat und der ganzen Bürgerschaft.« (GEA)



TERMINE ZUR BÜRGERMEISTERWAHL MIT FLORIAN BAUER

Mittwoch, 7. Januar, 19.30 Uhr, im Kommohaus in Würtingen.

Donnerstag, 8. Januar, 19.30 Uhr, Grüner Baum, Lonsingen.

Freitag, 9. ,19.30 Uhr, Bürgerhaus, Ohnastetten.

Sonntag, 11. Januar, 11 Uhr, Frühschoppen im Hirsch, Gächingen.

Montag, 12., 19.30 Uhr, Skihütte Kohlwald Würtingen: »Zukunft der Vereine«, für alle Ortsteile.

Dienstag, 13. Januar, 14 Uhr, Altennachmittag für alle Ortsteile im Feuerwehr-/Bürgerhaus, Lonsingen. Mit Fahrdienst. Näheres wird noch bekannt gegeben.

Dienstag, 13., 19.30 Uhr, Krone, Upfingen.

Freitag, 16. Januar, 19.30 Uhr, Schützenhaus, Bleichstetten.

Sonntag, 18., 11 Uhr, Frühschoppen, Grüner Baum, Lonsingen.

Dienstag, 20., 19.30 Uhr Hirsch, Gächingen.

Freitag, 23., 19.30 Uhr, Abschluss für alle Ortsteile im Sportheim Würtingen. (GEA)
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