Über die Alb
Kinder - Kernzeitbetreuung an allen Grundschulen

Essen ist die Ausnahme

MÜNSINGEN. Im Kleinkindalter funktioniert die Betreuung des Nachwuchses meist noch problemlos. Doch kommen Kinder zur Schule, fangen für berufstätige Eltern die Schwierigkeiten an. Um dies zu ändern, wurde die Kernzeitbetreuung »erfunden«, die es jedoch noch immer nicht an allen Schulen gibt. In Münsingen, genauer an der Lautertal-Grundschule, wird diese Versorgungslücke jetzt ebenfalls geschlossen: Der Gemeinderat genehmigte in seiner Sitzung am Dienstag »im Rahmen der verlässlichen Grundschule« auch hier ein kommunales Betreuungsangebot.

Vorbildlich war die Lautertalschule bislang bereits, was die Versorgung der Grundschüler außerhalb des Unterrichts an einem Wochentag anbelangt: Immer dienstags gibt es hier dank der Initiative von Schulleiterin Claudia Ostertag und der Mithilfe einiger Eltern einen gemeinsamen Mittagstisch, bevor der Nachmittagsunterricht wieder beginnt.

Das ist schön. Doch da eine Betreuung nur einmal die Woche berufstätigen Eltern kaum hilft, soll jetzt gleich nach den Faschingsferien auch an der Lautertalschule eine Kernzeitbetreuung von 11.50 bis 13 Uhr beginnen: Anmeldungen von neun Kindern liegen bereits vor.



Von den Sommerferien an möchte Schulleiterin Ostertag auch noch eine Kernzeitbetreuung von 7.30 bis 8.10 Uhr ermöglichen, was die Stadt Münsingen trotz Elternbeiträge dann jährlich rund 2 836 Euro kosten wird.

Ganztagesschule im Aufbau

Kernzeitbetreuung gibt es seit September 2000 längst auch an der Astrid-Lindgren-Grundschule in Münsingen für zurzeit 16 angemeldete Kinder an fünf Tagen die Woche jeweils von 7.35 bis 8.30 Uhr. Seit Herbst 2008 nehmen bis zu zehn Mädchen und Jungen auch eine Betreuung zwischen ihrem Unterrichtsschluss und 13 Uhr in Anspruch.

An der Dottinger Grundschule am Eisenrüttel startet seit gut zehn Jahren die Kernzeitbetreuung täglich bereits um 7 Uhr und wird nach dem Unterricht bis 13 Uhr fortgesetzt. Laut Schulleiterin Tanja Bosch-Ziegelmüller kommen jeweils zwischen sechs und 15 Kinder, außerdem wird donnerstags zwischen Vor- und Nachmittagsunterricht eine Aufsicht gestellt - allerdings kein Mittagessen.

Eine warme Mahlzeit samt Betreuung haben dafür die Hardtschüler in Auingen als im Aufbau befindliche offene Ganztagesschule - bislang freilich nur für die Erst- und Zweitklässler, während die Kernzeitbetreuung, zu der 18 Schulanfänger und vier Schüler der Klassen drei und vier gemeldet sind, für alle gilt und um 7.15 Uhr beginnt. (oel)



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