Tourismus - Großer Andrang beim »Tag der offenen Tür« im Hofgut Hopfenburg bei Münsingen
Ein Ort der Vielfalt
VON CHRISTINE DEWALD
MÜNSINGEN. Ins Biosphärengebiet Schwäbische Alb passt das Projekt Hopfenburg geradezu ideal, findet Thomas Reumann.
FOTO: Patricia Kozjek
Es vereint Naturschutz und ein familienfreundliches touristisches Angebot mit Ansätzen, die nach Meinung des Landrats sonst oft ein bisschen zu kurz kommen: mit sozialer Nachhaltigkeit und mit Nachhaltigkeit auch im Wirtschaften. Damit ist die ungewöhnliche Ferienanlage im Hofgut bei Münsingen für Reumann so etwas wie ein »Gesamtkunstwerk«.
Dass die Hopfenburg ein ganz besonderer Ort sei, war beim Tag der offenen Tür am Sonntag gleich mehrfach zu hören. Andreas Hartmaier, der Initiator des Projekts, hat es schon gespürt, als er die Hofstelle oberhalb von Münsingen kennenlernte. Bürgermeister Mike Münzing konnte es in seinem Grußwort zum Eröffnungsfest nur bestätigen: »Die Vielfalt ist hier zu Hause.« Die Eröffnung des Vorzeigeprojekts sei »ein wichtiger Tag für die Stadt, ein besonderer Tag für den Landkreis und ein äußerst erfreulicher Tag für die Alb«, ergänzte der Landrat.
Auf der Hopfenburg manifestiert sich Vielfalt nicht nur in den historischen Obstbaumsorten, die rund um die Ferienanlage wachsen und in einem vom Naturschutzprogramm Plenum geförderten Streuobst-Arboretum dokumentiert werden. Nicht nur in den seltenen Haustierrassen, die hier leben, oder den Tausenden von Pflanzen, die der Verein Kräuterland Alb in den Boden gebracht hat. Vielfalt bringt auch, dass die Hopfenburg ein Ort für ganz unterschiedliche Menschen sein will.
Einfach dabei sein dürfen
Zum Mitarbeiterteam gehören bislang drei junge Menschen mit Behinderung, begleitet von einer pädagogischen Fachkraft, Sabine Mede, deren Stelle von der Bruderhaus-Diakonie und vom Elternnetzwerk der Reutlinger Lebenshilfe getragen wird. »Hier startet etwas Einzigartiges für die Region«, lobte Thomas Niethammer als Leiter der Bruderhaus-Diakonie in Buttenhausen die selbstverständliche Integration dieser besonderen Arbeitskräfte. Und für Dr. Renate Mrusek vom Elternnetzwerk ist ein Wunsch in Erfüllung gegangen: dass diese Kinder »genau wie alle anderen einfach dabei sein dürfen im Leben«. So ist das Elternnetzwerk auch Teil des Fördervereins, der den gemeinnützigen Aspekt des Hopfenburg-Projekts ermöglicht. (GEA)
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