Fasnet

Drei Umzüge auf der Alb: Närrische Straßenfeste

VON UNSEREN MITARBEITERN

ENGSTINGEN/HOHENSTEIN. Großengstingen erlebte einen Besucherrekord, und auch in Eglingen und Zwiefalten war eine Menge los: Tausende feierten bei drei Umzügen auf der Alb das Fasnetswochenende.

Fasnet als Familienfest: Am bunten Treiben (hier in Großengstingen) haben alle ihren Spaß. FOTO: LEIPPERT
Fasnet als Familienfest: Am bunten Treiben (hier in Großengstingen) haben alle ihren Spaß. FOTO: LEIPPERT
»Des isch irre, i glaub so war's no gar nie«, ruft Peter Brendle am Samstagnachmittag während des Umzugs der Großengstinger Narrenzunft »Hurra de Ausre« den Moderatoren und Prominenten auf dem Sprecherwagen zu: Zu fast 4 000 Masken- und Hästrägern gesellten sich fast dreimal so viele Zuschauer am Straßenrand. Die standen in Achter- oder Neunerreihen dicht gedrängt. Und das, obwohl sich die Sonne am Himmel gar nicht zeigen wollte und sich die Temperatur nach etlichen Minusgraden anfühlte. Aber schließlich hat sich der Verein mit seinem lebendigen Umzug einen guten Ruf erworben.

Stimmung war prächtig

Rund achtzig Gruppen waren zum bunten Defilee angetreten und zogen fast drei Stunden durch den Ort. Die Stimmung bei Zuschauern und Aktiven war prächtig. Auf Narren in farbenprächtigen Kostümen folgten wilde Hexen mit grauslichen Larven oder bildhübsche Gardemädchen in adretten Uniformen, Musikorchester neben Schalmeienensembles oder Lumpenkapellen sorgten dazwischen für die richtigen Töne. Fasnachtswagen fuhren an den dicht gedrängten Zuschauerreihen vorbei.

Vor allem junge Mädchen ließen sich bereitwillig huckepack verschleppen, schwindlig drehen oder die Schnürsenkel ausziehen. Bürgermeister Mario Storz, seines Zeichens auch Zunftrat beim Trochtelfinger Narrenverein, kündigte seine zu Hunderten angetretenen Narrengesellen liebend gerne selber an. Zur Freude der jüngsten Fasnetsnarren wurden großzügig Süßigkeiten verteilt.

Der Wagenbau hat in Eglingen Tradition. Wochenlang wurde gewerkelt, gebastelt und gemalt, um Themen wie Tierwohl, CO2-Ausstoß durch Kohlekraftwerke, Klimawandel oder Groko den Besuchern des Fasnetsumzugs auf ironische Weise näher zu bringen. Gesellschaft und Politik wurden auf bunte und ideenreiche Weise aufs Korn genommen, während sich Laufgruppen in herrlichen Kostümen dem Feinstaub oder dem 90. Geburtstag von Mikey Mouse widmeten. Fast 80 Narrenzünfte, Lumpenkapellen und Themengruppen waren beteiligt und sorgten trotz nasskaltem Wetter für ausgelassene Stimmung. (GEA)


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Fasnacht

Narrentreiben auf der Alb

Narrentreiben auf der Alb 2018
Der Fasnetsumzug in Zwiefalten. FOTO: Thomas Warnack
 
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