GEA-Wahlpodium - Was die Engstinger umtreibt

Die Bürger haben das Wort

ENGSTINGEN. Nach drei Runden Pflicht auf dem Wahlpodium folgte für die Kandidaten Manfred Jungbeck und Mario Storz die Kür: Die Bürger hatten das Wort und die Freiheit, alles zu fragen, was sie bewegt.

Für nicht wenige war das die Verkehrssituation – sowohl an den Ortsdurchfahrten als auch im Zusammenhang mit dem geplanten Albaufstieg und einer möglichen Ortsumgehung. Jungbeck zeigte sich, als ein Zuhörer dieses Thema in den Raum stellte, gut informiert. Er erörterte die Details der bevorzugten Aufstiegs-Trasse, die in der Regionalkonferenz zum Bundesverkehrswegeplan vorgestellt worden war. Auch Storz bewies Sachkenntnis und versprach, sollte er Bürgermeister werden, die Engstinger Interessen beharrlich ins Planungsverfahren einzubringen: »Es kann nicht sein, dass der Verkehrsinfarkt von unten nach oben verlagert wird.«

Jugend und Biosphärengebiet

Ein Bürger wollte wissen, ob ein Jugendgemeinderat für die Kandidaten ein Thema sei. Storz berichtete von seinen Erfahrungen in Schmalegg, wo er derzeit hauptamtlicher Ortsvorsteher ist: 12- bis 17-Jährige hatten die Möglichkeit, in einem Jugend-Hearing ihre Meinung kundzutun. »Ich spüre Interesse der Jugend an ihrer Lebensumgebung«, sagte Storz, der sich vorstellen kann, freiere Formen des Austauschs – wie das Jugend-Hearing – der festen Struktur eines Jugendgemeinderats vorzuziehen. Jungbeck bekundete ebenfalls, den Nachwuchs mehr ins kommunale Geschehen einbinden zu wollen. Keine ganz leichte Aufgabe, wie er am Beispiel einer Wahlkampf-Erfahrung schilderte: »Ich habe für Jugendliche ein Treffen beim Bowling angeboten. Gekommen ist niemand.« In Anbetracht der Tatsache, dass die Gemeinde Engstingen von Biosphären-Nachbarn umgeben ist, liegt eine Frage auf der Hand: Wie stehen die Bewerber zu einem möglichen Beitritt? »Offen« für das Thema sind beide. Allerdings, so Jungbeck, sei ein Beitritt erst 2018 wieder möglich. Die Zeit bis dahin könne man nutzen, um sich mit den Einschränkungen für Feld- und Waldbewirtschaftung zu befassen und abzuwägen. Storz sah in der »Beobachterrolle«, die Engstingen bisher einnahm, die richtige Strategie. Ein Beitritt müsse angesichts der Überlegungen im Verkehrsbereich gut überlegt sein: »Wenn, dann müssen die Entwicklungsmöglichkeiten die Einschränkungen überwiegen.«

Die Frage von Gemeinderat Hans- Martin Hipp, welchen Punkt sie nach ihrem Einzug ins Rathaus als Erstes angehen würden, beantworteten Storz und Jungbeck unisono: 95 Prozent der Bürger wollen – das haben beide bei ihrer Wahlkampftour herausgehört – Sicherheit auf den Straßen. Oberste Priorität hat, das sehen die Kandidaten genauso wie die Mehrheit der Engstinger, eine Lösung für die Kreuzung am Kleinengstinger Friedhof, die seit Jahren ein Unfallschwerpunkt ist. (ma)

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